Mittwoch, 10. Dezember 2008

Pfarrer als Fußballspieler und Adlerfan

Schon in den ersten Tagen meines Heimaturlaubes taucht ein junger, dynamischer Mann bei uns auf. Es ist dies der neue Pfarrer meiner Heimatgemeinde. Wir essen zusammen zu Mittag, das meine Mutter wieder glänzend hinzauberte. Wir sprechen über Bolivien und Käfertal. Ja, er sei aktiver Fußballspieler und gehe auch gerne zu den Spielen der Adler. Dauerkartenbesitzer sogar. Dann zückt er sein Handy, in dem auch ein Kalender erscheint. Einige Messen übernehme ich ihm gerne, schließlich zelebriere ich gerne in meiner Heimatgemeinde und freue mich besonders, wenn ich alte Bekannte treffe. Sie gehören zu den ganz Treuen der Gemeinde.

Am nächsten Tag wage ich mich dann nach über 15 Jahren mal wieder aufs Eis. Irgendwie war es einem schon mummelig gewesen. Ich war sicher zu Zeiten, wo ich bei der Jugend des LERC in Ludwigshafen Eishockey spielte, ein recht guter Eisläufer gewesen, aber nach so vielen Jahren. Schon am Vorabend schnürte ich einmal die Eishockeystiefel im Wohnzimmer und ging etwas auf dem Teppich des Wohnzimmers auf und ab. Dann im Eislaufzentrum im Herzogenried erneutes Stiefelschnüren. Auf Gummimatten ging's bis zur Eisfläche. Es ging noch so einigermaßen. Recht vorsichtiges Schlittern. Aber nach etwa einer halben Stunde war ich wieder im alten Element. Vorwärts, rückwärts, das Bremsen ging auch wieder nach und nach. Man hätte die alte Eishockeymontur anhaben müssen, dachte ich mir. Da hätte man manches wieder antrainieren können, aber so musste ich dort mit Experimenten etwas vorsichtig sein, denn ein Fall mit nur einer Bluejeans könnte schon Folgen haben. Aber irgendwie war ich froh, dass es nach so langer Zeit schon fast wieder wie zu alten Zeiten klappte.

Am Abend dieses Tages das schöne Martinsspiel in Käfertal. Danach Glühwein mit Bekannten auf dem Kirchplatz.
Die nächsten Tage Bummel durch die Stadt, Einkäufe und viele, viele Telefonate.

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