Dienstag, 29. September 2026

DIE PROPHETISCHE STIMME BOLIVIENS

Ein Hirte mit Herz und Klarheit

Vor wenigen Tagen ist der Erzbischof von Sucre, Mons. Ricardo Centellas, im Alter von nur 63 Jahren überraschend verstorben. Sein Tod bewegt viele Menschen in Bolivien – besonders jene, die ihn als Weihbischof und später leitenden Bischof der Diözese Potosí erlebt haben. Für uns im Süden Boliviens war er nicht nur ein Kirchenmann, sondern ein nahbarer Begleiter, ein Bruder im Glauben und eine prophetische Stimme, die sich mutig für die Ärmsten erhob.

Nähe  Volk – Erinnerungen aus Esmoruco

Mons. Ricardo war ein Mann ohne Allüren.

Ich erinnere mich lebhaft an seine Besuche hier in Esmoruco:

Nach einem Firmgottesdienst setzte er sich einfach zu den Leuten, trank Tee, lachte, hörte zu und sprach über Gott und die Welt. Diese Abende hatten eine besondere Wärme – ein Bischof, der nicht über den Menschen stand, sondern mitten unter ihnen lebte. Ein weiteres Bild bleibt unvergessen:

Bei der Einweihung einer Schule im Andendorf Río Mojón waren wir so ins Gespräch vertieft, dass er plötzlich auf die Uhr sah und sagte:

„Du, wir müssen noch nach Tupiza fahren.“

Fünf Stunden Fahrt lagen vor uns – fünf Stunden voller Erzählungen, Lachen, Nachdenken und echter brüderlicher Verbundenheit.

Die prophetische Stimme im öffentlichen Leben

Doch Mons. Ricardo war nicht nur ein guter Zuhörer.

Er war ein Mahner, ein Wegweiser, ein Prophet im besten Sinn des Wortes.

Immer wieder erhob er im Fernsehen seine Stimme, wenn politische Entscheidungen getroffen wurden, die den Ärmsten schadeten.

Er sprach klar, ohne Angst, ohne Rücksicht auf mögliche Kritik.

Seine Worte waren ein Ruf nach Gerechtigkeit, Dialog und Verantwortung – ein Ruf, der weit über kirchliche Grenzen hinaus Gehör fand.

Diese prophetische Stimme ist nun verstummt.

Doch ihr Echo bleibt.

Ein Leben für Gott und die Menschen

Mons. Ricardo war ein Hirte, der die Menschen kannte – nicht aus Berichten, sondern aus Begegnungen.

Er war ein Bischof, der die Realität der Anden, die Härte des Altiplano und die Sorgen der Familien verstand.

Sein Einsatz galt stets denjenigen, die wenig hatten, aber viel Hoffnung brauchten.

Gebet und Hoffnung

Wir beten, dass Mons. Ricardo nun vor seinem Schöpfer stehen darf –
und dass ER ihn reich belohnt für seinen treuen Dienst, seine Klarheit, seine Nähe und seinen Mut. Möge seine Stimme weiterklingen in uns, die wir seinen Weg ein Stück mitgehen durften.

Hier gibt es mehr für Sie zu erfahren bitte klickenHier gibt es mehr für Sie zu erfahren bitte klicken

P. Claus Braun
-- For infos, nice stories and fotos have a look at: https://blog.impresiones-de-los-andes.org/

Sitio web completo leyendo en español <<<<<< 

Samstag, 29. August 2026

Meine Missionsstation

 

Meine Missionsstation

Aus San Antonio de Esmoruco, hoch oben im südlichen Altiplano, sende ich Euch herzliche Grüße.

Jetzt eine Vorstellung in Bildern und Sprache: 

Ich will Euch auch gleich eine Frage beantworten es wurde nicht mit der Ki erzeugt. Es waren drei Stunden harte Arbeit! Eine Version in spanischer Sprache erhalten Sie auf Anfrage über WhatsApp zugesendet. Sie können auch meinem WhatsApp Kanal beitreten.

Hier gibt es mehr für Sie zu erfahren bitte klickenHier gibt es mehr für Sie zu erfahren bitte klicken

P. Claus Braun

-- For infos, nice stories and fotos have a look at: https://blog.impresiones-de-los-andes.org/

Donnerstag, 27. August 2026

Grüße aus San Antonio de Esmoruco

Ein Morgen im Altiplano

Aus San Antonio de Esmoruco, hoch oben im südlichen Altiplano, sende ich Euch herzliche Grüße.

Die Berge tragen noch ihr weißes Kleid, doch im Dorf selbst liegt heute ein stiller, klarer Morgen. Der Wind streicht über die Dächer aus Lehm und Wellblech, als wolle er die Nacht aus den Gassen fegen.


Im Hauptberuf bin ich der Padre hi

Hier oben ist jeder Tag ein kleines Wunder. Die Sonne steigt langsam über die schneebedeckten Hänge, und mit ihr erwacht das Leben: die Lamas, die sich dicht aneinander drängen, die Schafe, die geduldig auf die ersten Halme warten, und die Menschen, die trotz der Kälte mit einem Lächeln in den Tag gehen.

San Antonio ist ein Ort, der lehrt, was es heißt, mit wenig viel zu schaffen. Ein Ort, der uns daran erinnert, wie wertvoll Gemeinschaft ist – und wie stark ein Gruß sein kann, der über Berge, Täler und Kontinente hinweg getragen wird.

Von hier aus, auf fast 4.000 Metern Höhe, grüße ich Euch alle:
Claus CP4BT

Hier gibt es mehr für Sie zu erfahren bitte klickenHier gibt es mehr für Sie zu erfahren bitte klicken


P. Claus Braun
-- For infos, nice stories and fotos have a look at: https://blog.impresiones-de-los-andes.org/