Freitag, 20. Februar 2026

ASCHE AUS GIRLANDEN

 🌿 Asche aus Girlanden: Wenn der Jubel zur Stille wird
Der Karneval in Bolivien ist eine Explosion der Sinne. Wer ihn einmal erlebt hat – das Donnern der Trommeln in Oruro, das Glitzern der Kostüme der Diablada und das bunte Meer aus tanzenden Menschen –, der weiß, wie sehr dieses Land das Leben feiert. Es ist eine Zeit, in der die Freude keine Grenzen kennt. Doch heute, am Aschermittwoch, ist alles anders. Ein tiefer Atemzug geht durch das Land. Der Lärm verstummt, und eine heilige Stille legt sich über unsere Gemeinde.

sche aus Girlanden: Wenn der Jubel zur Stille wird Der Karneval in Bolivien ist eine Explosion der Sinne. Wer ihn einmal erlebt hat – das Donnern der Trommeln in Oruro, das Glitzern der Kostüme der Diablada und das bunte Meer aus tanzenden Menschen –, der weiß, wie sehr dieses Land das Leben feiert. Es ist eine Zeit, in der die Freude keine Grenzen kennt. Doch heute, am Aschermittwoch, ist alles anders. Ein tiefer Atemzug geht durch das Land. Der Lärm verstummt, und eine heilige Stille legt sich über unsere Gemeinde.

Der bittersüße Abschied vom Fest
In diesen Tagen haben wir ein besonderes Ritual vollzogen, das mich jedes Jahr aufs Neue tief berührt. Wir sind vor die Kirche getreten, nicht mit Pauken und Trompeten, sondern mit den Überresten der vergangenen Tage. Wir haben die Fasnetsgirlanden – jene bunten Papierschlangen und Dekorationen, die eben noch die Freude symbolisierten – gesammelt und gemeinsam verbrannt.

Der bittersüße Abschied vom Fest In diesen Tagen haben wir ein besonderes Ritual vollzogen, das mich jedes Jahr aufs Neue tief berührt. Wir sind vor die Kirche getreten, nicht mit Pauken und Trompeten, sondern mit den Überresten der vergangenen Tage. Wir haben die Fasnetsgirlanden – jene bunten Papierschlangen und Dekorationen, die eben noch die Freude symbolisierten – gesammelt und gemeinsam verbrannt.

Es ist ein fast meditativer Moment, wenn das Feuer die leuchtenden Farben verzehrt. In der aufsteigenden Glut sehen wir, wie vergänglich unsere irdischen Feste sind. Was eben noch den Raum schmückte, wird zu feiner, grauer Asche. Es ist eine Erinnerung für uns alle: Nichts Materielles hat Bestand.


Das Kreuz aus dem Staub der Straße
Später, in der feierlichen Liturgie, habe ich diese Asche gesegnet. Es ist genau dieser Staub, der nun eine neue, heilige Bedeutung bekommt. Die Gläubigen traten vor mich, und ich zeichnete jedem von ihnen ein Kreuz auf die Stirn.

Dabei sprach ich die Worte, die das Fundament unserer Umkehr bilden:

„Bekehre dich und glaube an das Evangelium.“

In diesem Moment wird die Verbindung zwischen dem Gestern und dem Morgen deutlich. Das Kreuz aus Asche erinnert uns daran, dass wir aus Staub sind und zum Staub zurückkehren werden. Aber es ist kein Kreuz der Hoffnungslosigkeit. Es ist ein Ruf zur Freiheit: Wir müssen nicht an den „Girlanden“ des Lebens festhalten, die ohnehin verblassen. Wir dürfen unseren Blick auf das richten, was bleibt – auf das ewige Leben und die Liebe Gottes.

Ein neuer Weg beginnt Der Aschermittwoch ist für uns hier in Bolivien nicht einfach nur das Ende einer Party. Er ist der Grenzstein. Wir lassen den äußeren Glanz hinter uns, um in den nächsten 40 Tagen unseren inneren Reichtum zu suchen.

"Ein kleines Zeichen mit großer Bedeutung. Der unglaubliche Andrang auf die Asche zeigt, wie wichtig unseren Leuten diese Tradition am eigenen Haus ist. Zusammen stark in die Fastenzeit!"

Ein neuer Weg beginnt
Der Aschermittwoch ist für uns hier in Bolivien nicht einfach nur das Ende einer Party. Er ist der Grenzstein. Wir lassen den äußeren Glanz hinter uns, um in den nächsten 40 Tagen unseren inneren Reichtum zu suchen.

Ich lade euch ein, diesen Weg mit mir zu gehen. Vielleicht gibt es auch in eurem Leben „Girlanden“, die zwar bunt aussehen, euch aber vom Wesentlichen ablenken? Die Fastenzeit schenkt uns die Chance, aufzuräumen, uns zu bekehren und neu zu glauben.

Ich wünsche euch eine gesegnete, nachdenkliche und gnadenreiche Fastenzeit. Möge die Stille dieses Tages eure Herzen weit machen für das, was wirklich zählt.

P. Claus Braun
-- For infos, nice stories and fotos have a look at: https://blog.impresiones-de-los-andes.org/

Dienstag, 3. Februar 2026

TAUFEN IM ANDENDORF

Über Pisten und Wüsten: Wenn der Glaube keine Entfernungen kennt

Wer an Taufen denkt, denkt meist an die kleine Kirche im Nachbarort. Hier im Andendorf gelten andere Maßstäbe. Es erstaunt uns immer wieder, welche Distanzen unsere Besucher zurücklegen, nur um hier bei uns den Segen für ihre Kinder zu empfangen.

Wer an Taufen denkt, denkt meist an die kleine Kirche im Nachbarort. Hier im Andendorf gelten andere Maßstäbe. Es erstaunt uns immer wieder, welche Distanzen unsere Besucher zurücklegen, nur um hier bei uns den Segen für ihre Kinder zu empfangen.

Gäste aus der Ferne Dieses Mal wehte ein Hauch von Wüste durch unsere Kirche. Wir durften ein Mädchen aus Calama in der chilenischen Atacama taufen – dem wohl trockensten Ort der Welt. Auch die zweite Tauffamilie scheute keine Mühen: Für den kleinen Jungen aus Uyuni nahm die Familie eine fünfstündige Jeepfahrt über die rauen Pisten des Altiplano auf sich. ​Es ist berührend zu sehen, dass für diese Familien kein Weg zu weit ist. ​Ein Fest für alle

Gäste aus der Ferne
Dieses Mal wehte ein Hauch von Wüste durch unsere Kirche. Wir durften ein Mädchen aus Calama in der chilenischen Atacama taufen – dem wohl trockensten Ort der Welt. Auch die zweite Tauffamilie scheute keine Mühen: Für den kleinen Jungen aus Uyuni nahm die Familie eine fünfstündige Jeepfahrt über die rauen Pisten des Altiplano auf sich. ​Es ist berührend zu sehen, dass für diese Familien kein Weg zu weit ist. 

Ein Fest für alle Nach dem feierlichen Gottesdienst ging der Tag nahtlos in ein großes Fest der Gemeinschaft über. In einem liebevoll geschmückten Saal wurde aufgetischt. Das Besondere daran: Es gab keine geschlossene Gesellschaft. Jeder, der den Gottesdienst besucht hatte, war eingeladen, mitzuessen und mitzufeiern. So saßen Einheimische und Weitgereiste an einem Tisch – vereint durch den Glauben und die Freude über das neue Leben.

Ein Fest für alle
Nach dem feierlichen Gottesdienst ging der Tag nahtlos in ein großes Fest der Gemeinschaft über. In einem liebevoll geschmückten Saal wurde aufgetischt. Das Besondere daran: Es gab keine geschlossene Gesellschaft. Jeder, der den Gottesdienst besucht hatte, war eingeladen, mitzuessen und mitzufeiern. So saßen Einheimische und Weitgereiste an einem Tisch – vereint durch den Glauben und die Freude über das neue Leben.

P. Claus Braun
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Dienstag, 20. Januar 2026

Zusammenhalt in der Regenzeit

Wie San Antonio de Esmoruco dem Wetter trotzt. Mut, Kreativität und Gemeinschaft als Schlüssel zum Überleben.

Wie San Antonio de Esmoruco dem Wetter trotzt. Mut, Kreativität und Gemeinschaft als Schlüssel zum Überleben.

Die Regenzeit stellt die Dorfgemeinschaft von San Antonio de Esmoruco jedes Jahr vor große Herausforderungen. Viele Familien sind gezwungen, ihre Häuser vorübergehend zu verlassen oder improvisierte Wege zu suchen, um zur Schule oder zur Arbeit zu gelangen. Dennoch zeigt sich immer wieder, wie widerstandsfähig und einfallsreich die Bewohner*innen dieses abgelegenen Dorfes sind – sie unterstützen sich gegenseitig und meistern gemeinsam die schwierigen Bedingungen.

Die Regenzeit stellt die Dorfgemeinschaft von San Antonio de Esmoruco jedes Jahr vor große Herausforderungen. Viele Familien sind gezwungen, ihre Häuser vorübergehend zu verlassen oder improvisierte Wege zu suchen, um zur Schule oder zur Arbeit zu gelangen. Dennoch zeigt sich immer wieder, wie widerstandsfähig und einfallsreich die Bewohner*innen dieses abgelegenen Dorfes sind – sie unterstützen sich gegenseitig und meistern gemeinsam die schwierigen Bedingungen.

Trotz der widrigen Umstände bewahren die Menschen in San Antonio de Esmoruco ihre Zuversicht. Kinder spielen lachend im Regen und Erwachsene erzählen sich Geschichten, die Mut machen. Die Regenzeit bringt zwar viele Herausforderungen mit sich, doch sie schweißt die Gemeinschaft enger zusammen und zeigt, wie stark und kreativ die Menschen sein können, wenn sie gemeinsam anpacken.

Trotz der widrigen Umstände bewahren die Menschen in San Antonio de Esmoruco ihre Zuversicht. Kinder spielen lachend im Regen und Erwachsene erzählen sich Geschichten, die Mut machen. Die Regenzeit bringt zwar viele Herausforderungen mit sich, doch sie schweißt die Gemeinschaft enger zusammen und zeigt, wie stark und kreativ die Menschen sein können, wenn sie gemeinsam anpacken.

Trotz der widrigen Umstände bewahren die Menschen in San Antonio de Esmoruco ihre Zuversicht. Kinder spielen lachend im Regen und Erwachsene erzählen sich Geschichten, die Mut machen. 

Trotz der widrigen Umstände bewahren die Menschen in San Antonio de Esmoruco ihre Zuversicht. Kinder spielen lachend im Regen und Erwachsene erzählen sich Geschichten, die Mut machen. Die Regenzeit bringt zwar viele Herausforderungen mit sich, doch sie schweißt die Gemeinschaft enger zusammen und zeigt, wie stark und kreativ die Menschen sein können, wenn sie gemeinsam anpacken.

Die Regenzeit bringt zwar viele Herausforderungen mit sich, doch sie schweißt die Gemeinschaft enger zusammen und zeigt, wie stark und kreativ die Menschen sein können, wenn sie gemeinsam anpacken.

P. Claus Braun
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