Mittwoch, 6. Mai 2026

Erinnerung an Werner Kautsch

Werner Kautsch war für viele Menschen in La Paz weit mehr als nur ein Geschäftsinhaber. Wer seine Ferretería [Eisenwarenhandlung] betrat, traf nicht einfach auf einen Händler, sondern auf einen Menschen, der stets Zeit für ein Gespräch hatte. Er war interessiert, aufmerksam und wusste über vieles Bescheid – über das Viertel, die Stadt und die Menschen, die darin lebten. 

Werner Kautsch war für viele Menschen in La Paz weit mehr als nur ein Geschäftsinhaber. Wer seine Ferretería [Eisenwarenhandlung] betrat, traf nicht einfach auf einen Händler, sondern auf einen Menschen, der stets Zeit für ein Gespräch hatte. Er war interessiert, aufmerksam und wusste über vieles Bescheid – über das Viertel, die Stadt und die Menschen, die darin lebten.

Man konnte sich auf einen kurzen Plausch einlassen, und oft wurde daraus ein längeres Gespräch. Dabei spürte man schnell: Hier stand jemand, der nicht nur gut vernetzt war, sondern auch echtes Interesse an seinem Gegenüber hatte. Seine offene Art machte ihn zu einer vertrauten Figur im Alltag vieler Menschen. 

Bis ins hohe Alter blieb er seinem Geschäft verbunden und persönlich präsent. Das allein sagt viel über ihn aus. Er war kein distanzierter Unternehmer, sondern jemand, der mitten im Leben stand – erreichbar, ansprechbar und bodenständig. 

Seine Verbundenheit zeigte sich auch in seinem Engagement rund um San Francisco. Dass sein Name auf einer Gedenktafel als Förderer genannt wird, ist Ausdruck der Wertschätzung, die ihm entgegengebracht wurde. Ebenso seine Rolle als Honorarkonsul Österreichs, das Vertrauen, Ansehen und Verantwortung widerspiegelt. 

Doch vielleicht liegt seine eigentliche Bedeutung nicht in Titeln oder Funktionen, sondern in den vielen kleinen Begegnungen: in Gesprächen, im Zuhören, im einfachen Dasein.
Werner Kautsch war einer von denen, die eine Stadt leise prägen – und die man nicht vergisst.

P. Claus Braun
-- For infos, nice stories and fotos have a look at: https://blog.impresiones-de-los-andes.org/


Samstag, 25. April 2026

Esmoruco verborgen im Altiplano

Ein Porträt von San Antonio de Esmoruco
Wer die raue Schönheit der bolivianischen Hochebene sucht, landet früher oder allerpätestens später in der Provinz Sur Lípez. Hier, eingebettet zwischen gewaltigen Gebirgsketten, liegt das Municipio San Antonio de Esmoruco. Es ist ein Ort, der durch seine geografische Isolation und seine tief verwurzelte Kultur beeindruckt – aber auch durch die harten Lebensbedingungen seiner Bewohner. 


Geografie: Ein Grenzgang in schwindelnder Höhe
Das Municipio San Antonio de Esmoruco ist eines der drei Verwaltungsgebiete der Provinz Sur Lípez und ein echter Grenzgänger. Im Südosten und Osten stößt es direkt an die Republik Argentinien. Mit einer Ausdehnung von etwa 90 Kilometern in der Länge und 50 Kilometern in der Breite liegt es wie ein versteckter Keil auf dem bolivianischen Altiplano.

Die Lage ist spektakulär: Eingerahmt von der Cordillera Occidental im Westen und der Cordillera de Lípez im Osten, bietet die Region eine Landschaft, die fast wie von einem anderen Planeten wirkt.

Unser Hausberg
Hausberg Muruq'u (Quechua für „Knäuel“, oft spanisch Morokho geschrieben) 5.681 Meter hoch

Klima: Packen Sie die dicke Jacke ein
Wenn Sie „Arides Klima“ hören, denken Sie vielleicht an Wärme – doch in San Antonio de Esmoruco ist das Gegenteil der Fall. Hier herrscht ein ausgeprägtes Tageszeitenklima. Das bedeutet: Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind oft größer als die zwischen den Jahreszeiten.

Jahresmitteltemperatur: Bescheidene 6 °C.

Extremer Winter: Im Juli sinkt der Monatsdurchschnitt auf knapp 1 °C.

Niederschlag: Mit nur 170 mm Regen pro Jahr ist es extrem trocken. Die Monate April bis Oktober sind fast komplett niederschlagsfrei – nur im Januar sorgt der Sommerregen für ein kurzes Aufatmen.

Gesellschaft & Kultur: Quechua als Herzschlag
Das kulturelle Zentrum ist der Ort San Antonio de Esmoruco mit knapp 1.000 Einwohnern. Was die Region besonders macht, ist ihre indigene Identität:

Sprache: Ganze 98 % der Bevölkerung sprechen Quechua. Spanisch wird zwar von 87 % der Menschen beherrscht, ist aber oft die Zweitsprache.

Glaube: Die Tradition ist stark katholisch geprägt (92 %), während evangelische Gemeinden etwa 6 % ausmachen.

Bildung mit Gefälle: Während die Alphabetisierungsrate bei den Männern stolze 94 % erreicht, liegt sie bei den Frauen nur bei 64 %. Hier zeigt sich eine deutliche soziale Kluft, die in vielen ländlichen Regionen der Anden noch besteht.

Die nackte Realität: Leben ohne Luxus
Trotz der beeindruckenden Natur sind die Lebensbedingungen im Municipio eine Herausforderung. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache und zeigen, wie weit entfernt die Region von moderner Infrastruktur ist:

99,6 % der Bevölkerung haben keinen Zugang zu Elektrizität. > Fast ebenso viele Menschen (92 %) leben ohne sanitäre Einrichtungen.
Das war der Stand im Jahr 2012 nach der Volkszählung.

Stand im April 2026
Strom haben inzwischen alle und mit dem Strom wurden auch überall Mobilfunkmasten aufgebaut. LTE oder 5G sind wie bei Euch verfügbar. Funklöcher wie in Deutschland schon am Rand der Städte sind hier weitgehend unbekannt. Vor zwei Jahren wurde das Glasfasernetz ausgebaut das jetzt selbst kleinere Dörfer erreicht. Privat wird aber zumeist auf mobiles Internet und telefonieren gesetzt. Der späte Start hat viele technische Zwischenstufen erspart. San Antonio de Esmoruco hat im Städtchen selbst etwa 80 Familien mit etwa 500 Personen [geschätzt]. Seit 2 Jahren haben wir eine Außenstelle der Universität für die Region hier. Im Rathaus bekommt man den neuen Ausweis oder Führerschein gleich mit wenn man ihn beantragt. Wenn das kein Quantensprung ist? Jetzt bleibt nur noch ein sehr großer Wunsch: Wir benötigen eine Tankstelle damit wir nicht nach Tupiza oder Uyuni zum tanken fahren müssen, das sind hin und zurück jedes mal über 200 Kilometer.

Mit einer Lebenserwartung von nur 59 Jahren liegt das Municipio deutlich unter dem bolivianischen Durchschnitt. Es ist eine Region, in der das Leben noch im Rhythmus der Natur und ohne die Annehmlichkeiten der modernen Technik stattfindet – ein Ort, der sowohl Demut als auch Respekt vor der Zähigkeit seiner Bewohner abverlangt.

Fazit: San Antonio de Esmoruco ist mehr als nur ein Punkt auf der Landkarte. Es ist ein Fenster in eine Welt, in der die Anden den Takt angeben und die Kultur des Quechua-Volkes trotz aller Widrigkeiten lebendig bleibt. Ein Ziel für echte Entdecker, die das authentische, ungeschönte Bolivien suchen.

Grundlage des Artikels
Die Grundlage des Artikels ist die Volkszählung im Jahr 2012, Wikipedia. Diese Daten wertete mein Webmaster Bernhard DK2GA aus und brachte dieses Grundgerüst mit der Alternativen Intelligenz Gemini von Google in Form.

P. Claus Braun
-- For infos, nice stories and fotos have a look at: https://blog.impresiones-de-los-andes.org/


Samstag, 4. April 2026

DIE KARWOCHE IN DEN ANDEN

Besonders zur VIA CRUCIS am Karfreitag versammeln sich unsere Gemeindemitglieder sehr gerne.

Besonders zur VIA CRUCIS am Karfreitag versammeln sich unsere Gemeindemitglieder sehr gerne.

Wir gedenken des Todes unseres HERRN, haben aber auch schon die Auferstehung am 3. Tage im Blick, die ja nicht ein singuläres Ereignis darstellt, denn wir alle, die wir an IHN glauben, werden eines Tages auferstehen und mit IHM im Himmelreich speisen und leben dürfen.

Wir gedenken des Todes unseres HERRN, haben aber auch schon die Auferstehung am 3. Tage im Blick, die ja nicht ein singuläres Ereignis darstellt, denn wir alle, die wir an IHN glauben, werden eines Tages auferstehen und mit IHM im Himmelreich speisen und leben dürfen.

Den Leidensweg in Jerusalem haben wir mit der Jugend von Kollpani dargestellt. Eine gelungene Sache, die unsere Leute in den Bann gezogen hat.

Den Leidensweg in Jerusalem haben wir mit der Jugend von Kollpani dargestellt. Eine gelungene Sache, die unsere Leute in den Bann gezogen hat.

Dank der Initiative einer Lehrerin konnten sich die Jugendlichen seit Tagen mit der Darstellung vertraut machen.

Dank der Initiative einer Lehrerin konnten sich die Jugendlichen seit Tagen mit der Darstellung vertraut machen.

Einige Tage nach Ostern wird unser Papst Leo seine 10-tägige Reise in 4 Länder Afrikas antreten. Ein Mammutprogramm, das auch wegen der extremen Hitze dort eine Herausforderung darstellt. Beten wir für ihn, dass alles gut gelingen möge.

Frohe Ostern

P. Claus Braun
-- For infos, nice stories and fotos have a look at: https://blog.impresiones-de-los-andes.org/