
Die Pfarrkirche von San Pablo de Lipez
Der Winter im bolivianischen Hochland
Wenn andernorts der Frühling Einzug hält, hüllt der Winter die südamerikanischen Anden von Juni bis August in eine faszinierende, eisige Stille. Die abgelegene Provinz Sur Lipez verwandelt sich in dieser Zeit in ein karges Meisterwerk aus Frost, Licht und Isolation.

Die Lamas haben es schwer Fressen zu finden.
Ein Land der extremen Kontraste
Wer die Region auf über 4.000 Metern Höhe besucht, erlebt Naturgewalten in ihrer reinsten Form. Das Leben hier ist geprägt von gewaltigen Temperaturschwankungen und einer landschaftlichen Ästhetik, die ihresgleichen sucht.

Auch der Hirte hat es schwer der Herde zu folgen
Eiskalte Nächte, strahlende Tage:
Wenn die Sonne hinter den Vulkanen versinkt, fällt das Thermometer rasch auf eisige -15 bis -20 °C. Tagsüber übernimmt die intensiver werdende Andensonne das Regiment und erwärmt die Luft auf angenehme +15 °C.

Schwierige Verkehrswege auf über 4000 Meter
Gleißende Eislandschaften:
Neben gelegentlichem Schneefall überzieht vor allem dicker Reif die flachen Salzseen, spärlichen Gräser und farbenprächtigen Lagunen. Die Geysire und heißen Quellen dampfen majestätisch gegen die frostige Wüstenluft an.

Die Kommunen sind nun nur noch schlecht zu erreichen
Leben in absoluter Isolation:
Landwirtschaft ist im ariden Hochland kaum möglich. Während sich die wenigen Einheimischen im Winter in die geschützten Täler zurückziehen, gehört die unendliche Weite fast ausschließlich der Natur.
Das Vikunja: Perfekt isoliert
Das feinste Fell der Welt: Die Wolle der Vikunjas gilt als die dichteste aller Säugetiere. Die mikroskopisch feinen Haare schließen winzige Luftpolster ein, die eine unüberwindbare Barriere gegen den Frost bilden.
Schutz vor der Sonne: Das Fell schützt die Tiere nicht nur vor der nächtlichen Kälte, sondern dient tagsüber auch als natürlicher Schild gegen die extrem hohe UV-Strahlung im Hochgebirge.
Der Flamingo: Das Wunder der Gefäßarchitektur
Integetrierte Heizung: Über das sogenannte Gegenstromprinzip kühlt das Blut in den dünnen Beinen nicht ab. Ausfließendes warmes Arterienblut gibt seine Wärme direkt an das zurückfließende kalte Venenblut ab. Ein Einfrieren im Eiswasser wird so verhindert.
Thermoregulation auf einem Bein: Indem Flamingos abwechselnd ein Bein im gefiederten Körper verstecken, halbieren sie den Wärmeverlust über die unbedeckten Extremitäten.
Trotz der Kälte: Selbst in eisbedeckten, hochmineralischen Salzseen finden Anden- und Chile-Flamingos dank ihres spezialisierten Stoffwechsels reichlich Nahrung.

Heizung ist in den Wohnungen ein Fremdwort
Der Winter in Sur Lipez zeigt eindrucksvoll, wie stark und zugleich anpassungsfähig das Leben unter den extremsten Bedingungen unseres Planeten sein kann.
„Die Menschen hier begegnen den widrigen Bedingungen mit einer bemerkenswerten Gelassenheit. Man spricht über die Härten, aber Klagen hört man selten – das liegt wohl nicht im Blut der stolzen Inka-Nachfahren.“




![Werner Kautsch war für viele Menschen in La Paz weit mehr als nur ein Geschäftsinhaber. Wer seine Ferretería [Eisenwarenhandlung] betrat, traf nicht einfach auf einen Händler, sondern auf einen Menschen, der stets Zeit für ein Gespräch hatte. Er war interessiert, aufmerksam und wusste über vieles Bescheid – über das Viertel, die Stadt und die Menschen, die darin lebten. Werner Kautsch war für viele Menschen in La Paz weit mehr als nur ein Geschäftsinhaber. Wer seine Ferretería [Eisenwarenhandlung] betrat, traf nicht einfach auf einen Händler, sondern auf einen Menschen, der stets Zeit für ein Gespräch hatte. Er war interessiert, aufmerksam und wusste über vieles Bescheid – über das Viertel, die Stadt und die Menschen, die darin lebten.](https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjjA_2zandhyphenhyphenBYu7JjRz-rV3vq4OFMLzJuAYW4PjptAl8sA_su7-zHHk1mLRrPtoo-3PaKogeldynG_wUEUFcnyknMnI49T3DiTVtnBqcXvNjcBqnRe3SL1z9snEeoPY2PSKac-aryIas6kdvoHs6XUn0Sn_of6kSDlT5_JZrk57GjoNNn2KfqRTB5eRE7v/w640-h640/363774063_775826594546995_2079002055709744546_n.jpg)

























