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Dienstag, 6. Oktober 2026

Zahnpflege-Aufklärung in San Antonio de Esmoruco

Wie die Unidad Odontológica Móvil Kindern und Erwachsenen im bolivianischen Hochland gesunde Zähne näherbringt.

Der mobile Zahnarztbus in Bolivien

Wie die Unidad Odontológica Móvil Kindern und Erwachsenen im bolivianischen Hochland gesunde Zähne näherbringt. 

In San Antonio de Esmoruco im Departamento Potosí (Bolivien) machte die Unidad Odontológica Móvil – ein vollständig als Zahnarztpraxis ausgestatteter Mercedes-Bus – Station auf dem Dorfplatz.

Kurz zusammengefasst

In San Antonio de Esmoruco im Departamento Potosí (Bolivien) machte die Unidad Odontológica Móvil – ein vollständig als Zahnarztpraxis ausgestatteter Mercedes-Bus – Station auf dem Dorfplatz. Zahnarzt Dr. Ramiro Miranda Campero erklärte Grundschulkindern und Erwachsenen, wie richtige Zahnpflege funktioniert, gab Tipps zur gesunden Ernährung und verteilte Zahnbürsten, Zahncreme, Zahnseide und Obst. Zahnärztliche Behandlungen im Bus und im örtlichen Krankenhaus sind dank einer allgemeinen Krankenversicherung kostenlos.

In San Antonio de Esmoruco im Departamento Potosí (Bolivien) machte die Unidad Odontológica Móvil – ein vollständig als Zahnarztpraxis ausgestatteter Mercedes-Bus – Station auf dem Dorfplatz.

Ein Zahnarztbus für jede Gemeinde Boliviens

Mitten auf dem Dorfplatz von San Antonio de Esmoruco parkte an diesem Tag ein ungewöhnliches Fahrzeug: ein Mercedes-Bus, der innen komplett als zahnärztlicher Behandlungsraum eingerichtet ist. Die bolivianische Regierung hat jedem der über 330 Landkreise (Municipios) des Landes einen solchen mobilen Zahnarztbus geschenkt. So erreicht zahnmedizinische Versorgung auch abgelegene Dörfer im Hochland der Anden, die weit von den Städten entfernt liegen.

Zur Vorführung kamen Grundschülerinnen und Grundschüler, aber auch viele Erwachsene.

Zahnpflege lernen mit Dr. Ramiro Miranda Campero

Zur Vorführung kamen Grundschülerinnen und Grundschüler, aber auch viele Erwachsene. Gespannt folgten sie den Erklärungen des Zahnarztes Dr. Ramiro Miranda Campero, der mit großer Begeisterung und Hingabe zeigte, worauf es bei der täglichen Zahnpflege ankommt. Besonders beeindruckend war seine Geduld: Wer später dazukam, dem erklärte er alles noch einmal – ohne ein Zeichen von Müdigkeit.

Neben der Zahnpflege ging es auch um gesunde Ernährung. Denn Vorsorge und Aufklärung sind wichtig – für Körper, Geist und die ganze Gemeinschaft.

Neben der Zahnpflege ging es auch um gesunde Ernährung. Denn Vorsorge und Aufklärung sind wichtig – für Körper, Geist und die ganze Gemeinschaft.

Das Würfelspiel: Lernen mit Spaß

Nach der Einführung durfte jede und jeder einen großen Würfel werfen.

Nach der Einführung durfte jede und jeder einen großen Würfel werfen. Zu jeder Würfelseite stellte Dr. Ramiro Miranda Campero eine passende Frage rund um die Zahngesundheit – und half mit Hinweisen weiter, wenn jemand nicht sofort die Antwort wusste. So wurde das Gelernte spielerisch gefestigt.

Zur Belohnung konnte sich jeder ein Geschenk aussuchen:

  • Zahnseide (dafür entschied ich mich)
  • Zahnbürste und Zahncreme
  • für die Kleinsten: Bananen, Orangen oder Cornflakes

Wer ein Geschenk erhielt, trug sich mit Namen und Alter in eine Liste ein und unterschrieb.

Gemeinschaft und Garküche auf dem Dorfplatz

Gemeinschaft und Garküche auf dem Dorfplatz

Kaum hatte die Vorführung begonnen, kamen auch Frauen aus dem Dorf hinzu und bauten eine Garküche auf. So war neben der Gesundheit auch für das leibliche Wohl aller Anwesenden gesorgt – und aus der Zahnpflege-Schulung wurde ein kleines Dorffest.

Kaum hatte die Vorführung begonnen, kamen auch Frauen aus dem Dorf hinzu und bauten eine Garküche auf.

Kostenlose Zahnbehandlung und Operationen in Bolivien

Alle zahnärztlichen Behandlungen im mobilen Zahnarztbus und im örtlichen Krankenhaus sind kostenlos. Möglich macht das eine allgemeine Krankenversicherung, die auch Operationen jeder Art sowie die Kosten für den Klinikaufenthalt abdeckt. Für viele Bolivianerinnen und Bolivianer bedeutet das Zugang zu wichtigen, oft lebensrettenden Eingriffen.

Alle zahnärztlichen Behandlungen im mobilen Zahnarztbus und im örtlichen Krankenhaus sind kostenlos.

Ein solches System würde sich ohne Zweifel auch mancher in Deutschland wünschen – ohne dafür monatlich 500 oder sogar bis zu 1.000 Euro vom Lohn abgeben zu müssen.

Ein strahlendes Lächeln für die Gesundheit – gemeinsam für ein gesundes Leben! 🍎

Häufige Fragen (FAQ)

Was ist die Unidad Odontológica Móvil?

Die Unidad Odontológica Móvil ist ein mobiler Zahnarztbus: ein Mercedes-Bus, der komplett als zahnärztlicher Behandlungsraum eingerichtet ist.

Die Unidad Odontológica Móvil ist ein mobiler Zahnarztbus: ein Mercedes-Bus, der komplett als zahnärztlicher Behandlungsraum eingerichtet ist. Die bolivianische Regierung hat jedem der über 330 Landkreise Boliviens ein solches Fahrzeug geschenkt.

Wo fand die Zahnpflege-Aufklärung statt?

Auf dem Dorfplatz von San Antonio de Esmoruco im Departamento Potosí, im Hochland Boliviens.

Wer hat die Schulung geleitet?

Der Zahnarzt Dr. Ramiro Miranda Campero. Er erklärte die richtige Zahnpflege, gab Ernährungstipps und stellte im Würfelspiel Fragen zur Zahngesundheit.

Der Zahnarzt Dr. Ramiro Miranda Campero. Er erklärte die richtige Zahnpflege, gab Ernährungstipps und stellte im Würfelspiel Fragen zur Zahngesundheit.

Was haben die Teilnehmenden bekommen?

Zahnseide, Zahnbürsten und Zahncreme; die jüngeren Kinder erhielten Bananen, Orangen oder Cornflakes.

Ist die Zahnbehandlung in Bolivien kostenlos?

Ja. Behandlungen im mobilen Zahnarztbus und im örtlichen Krankenhaus sind dank einer allgemeinen Krankenversicherung kostenlos. Diese übernimmt auch Operationen und Klinikaufenthalte.

Schlagwörter

Zahnpflege, Zahngesundheit, mobiler Zahnarzt, Zahnarztbus, Unidad Odontológica Móvil, San Antonio de Esmoruco, Potosí, Bolivien, Anden, Gesundheitsaufklärung, Prävention, gesunde Ernährung, kostenlose Gesundheitsversorgung, Krankenversicherung Bolivien, Kinder, Dorfleben, Pater Claus Braun

Über den Autor

P. Claus Braun berichtet aus San Antonio de Esmoruco im Süden Boliviens. Weitere Geschichten und Fotos aus den Anden gibt es auf seinem Blog: https://blog.impresiones-de-los-andes.org/

Postanschrift: P. Claus Braun, Casilla 3, Potosí, Bolivien

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P. Claus Braun

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Samstag, 3. Oktober 2026

Gefährliche Arbeiten

Wie uns ein Sturm, eine wackelige Leiter und ein mutiger Baumeister wieder zu Strom verhalfen.

Manchmal sind es nicht die großen Projekte, die einen Tag prägen, sondern die kleinen, unvorhergesehenen Probleme – und die Menschen, die einem helfen, sie zu lösen. Von genauso einem Tag möchte ich heute erzählen.

Die Fehlersuche beim Pfarrhaus und an der Kirche. Der Anschluss vom Energieversorger war in Ordnung
Fehlersuche beim Pfarrhaus und an der Kirche. Der Anschluss vom Energieversorger war in Ordnung

Nach dem Sturm: Immer wieder Stromausfall

Seit dem heftigen Sturm vorgestern ist bei uns nichts mehr, wie es sein sollte. Mehrmals fiel der Strom aus – nicht nur in meinem Haus, sondern auch in der Kirche. Mal flackerte das Licht nur kurz, mal blieb es länger dunkel. Für mich war schnell klar: Irgendwo muss sich durch den Wind ein Kabel gelöst haben oder beschädigt worden sein. Doch die entscheidende Frage war: Wo?

Ihr kennt das der Fehler liegt immer an der ungünstigsten Stelle
Ihr kennt das der Fehler liegt immer an der ungünstigsten Stelle

Auf Fehlersuche

Zusammen mit einem Dorfbewohner machte ich mich auf die Suche nach der Ursache. Wir begannen dort, wo der Strom ins Haus kommt: bei der Zuleitung von der staatlichen Stromversorgung zum Zähler. Eigentlich gingen wir davon aus, dass hier alles in Ordnung sein dürfte. Doch sicher ist sicher – also überprüften wir die Leitung ganz pragmatisch mit einer einfachen Glühbirne. Sie leuchtete, und damit war dieser Teil der Leitung als Fehlerquelle ausgeschlossen.

Blieb also nur noch eine Möglichkeit: Der Fehler musste weiter oben liegen. Und so ging es danach hoch hinauf – auf den Turm.

Da niemand der neuen Leiter aus Brasilien traute benutzen wir sie nur als Hilfsfestpunkt
Da niemand der neuen Leiter aus Brasilien traute benutzen wir sie nur als Hilfsfestpunkt

Eine Leiter mit Bauch

Für diesen Einsatz musste unsere neue Leiter herhalten: ein 8 Meter hohes, zusammenklappbares Modell, hergestellt in Brasilien. Auf dem Papier klang das gut. In der Praxis machte sie mir allerdings alles andere als einen stabilen Eindruck. Ausgerechnet genau in der Mitte hatte sie einen deutlichen Bauch – nicht gerade das, was man sich wünscht, wenn man in mehreren Metern Höhe arbeiten will.

Auf Sicherheit wird in diesen Ländern leider nicht besonders geachtet. Normen, Prüfsiegel und Vorschriften, wie wir sie aus Europa kennen, spielen hier im Alltag kaum eine Rolle. Der deutsche TÜV hätte beim Anblick dieser Leiter vermutlich nur den Kopf geschüttelt – und sie bestimmt nicht freigegeben. Doch wir hatten keine andere, und das Problem musste gelöst werden.

Die rettende Idee von Don Santos

Zum Glück hatte unser Baumeister, Don Santos, eine Idee. Statt die ganze Leiter hinaufzuklettern, wollte er aus dem Fenster am Turm steigen. Von dort aus müsse er sich nur mit einem Fuß oben auf der Leiter abstützen – und könne so die defekte Stelle am Kabel erreichen. Eine Lösung, die Mut, Geschick und ein gutes Gleichgewicht erforderte.

Gesagt, getan: Don Santos kletterte hinaus, fand Halt auf der Leiter und machte sich an die Arbeit. Ich gebe zu, dass ich beim Zuschauen den Atem angehalten habe. Doch tatsächlich – er erreichte die Stelle, entdeckte das brüchige Stück Kabel und wechselte es aus.

Dankbar für helfende Hände

Ohne Don Santos wären wir an diesem Tag ziemlich aufgeschmissen gewesen. Solche Momente zeigen mir immer wieder, wie wichtig die Menschen hier vor Ort sind: ihr Erfindungsreichtum, ihre Erfahrung und ihre Bereitschaft, mit anzupacken – auch wenn die Bedingungen alles andere als ideal sind. Ein herzliches Dankeschön an Don Santos und an den Dorfbewohner, der mir bei der Fehlersuche zur Seite stand!

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P. Claus Braun

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Dienstag, 29. September 2026

DIE PROPHETISCHE STIMME BOLIVIENS

Ein Hirte mit Herz und Klarheit

Vor wenigen Tagen ist der Erzbischof von Sucre, Mons. Ricardo Centellas, im Alter von nur 63 Jahren überraschend verstorben. Sein Tod bewegt viele Menschen in Bolivien – besonders jene, die ihn als Weihbischof und später leitenden Bischof der Diözese Potosí erlebt haben. Für uns im Süden Boliviens war er nicht nur ein Kirchenmann, sondern ein nahbarer Begleiter, ein Bruder im Glauben und eine prophetische Stimme, die sich mutig für die Ärmsten erhob.

Nähe  Volk – Erinnerungen aus Esmoruco

Mons. Ricardo war ein Mann ohne Allüren.

Ich erinnere mich lebhaft an seine Besuche hier in Esmoruco:

Nach einem Firmgottesdienst setzte er sich einfach zu den Leuten, trank Tee, lachte, hörte zu und sprach über Gott und die Welt. Diese Abende hatten eine besondere Wärme – ein Bischof, der nicht über den Menschen stand, sondern mitten unter ihnen lebte. Ein weiteres Bild bleibt unvergessen:

Bei der Einweihung einer Schule im Andendorf Río Mojón waren wir so ins Gespräch vertieft, dass er plötzlich auf die Uhr sah und sagte:

„Du, wir müssen noch nach Tupiza fahren.“

Fünf Stunden Fahrt lagen vor uns – fünf Stunden voller Erzählungen, Lachen, Nachdenken und echter brüderlicher Verbundenheit.

Die prophetische Stimme im öffentlichen Leben

Doch Mons. Ricardo war nicht nur ein guter Zuhörer.

Er war ein Mahner, ein Wegweiser, ein Prophet im besten Sinn des Wortes.

Immer wieder erhob er im Fernsehen seine Stimme, wenn politische Entscheidungen getroffen wurden, die den Ärmsten schadeten.

Er sprach klar, ohne Angst, ohne Rücksicht auf mögliche Kritik.

Seine Worte waren ein Ruf nach Gerechtigkeit, Dialog und Verantwortung – ein Ruf, der weit über kirchliche Grenzen hinaus Gehör fand.

Diese prophetische Stimme ist nun verstummt.

Doch ihr Echo bleibt.

Ein Leben für Gott und die Menschen

Mons. Ricardo war ein Hirte, der die Menschen kannte – nicht aus Berichten, sondern aus Begegnungen.

Er war ein Bischof, der die Realität der Anden, die Härte des Altiplano und die Sorgen der Familien verstand.

Sein Einsatz galt stets denjenigen, die wenig hatten, aber viel Hoffnung brauchten.

Gebet und Hoffnung

Wir beten, dass Mons. Ricardo nun vor seinem Schöpfer stehen darf –
und dass ER ihn reich belohnt für seinen treuen Dienst, seine Klarheit, seine Nähe und seinen Mut. Möge seine Stimme weiterklingen in uns, die wir seinen Weg ein Stück mitgehen durften.

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P. Claus Braun
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Samstag, 29. August 2026

Meine Missionsstation

 

Meine Missionsstation

Aus San Antonio de Esmoruco, hoch oben im südlichen Altiplano, sende ich Euch herzliche Grüße.

Jetzt eine Vorstellung in Bildern und Sprache: 

Ich will Euch auch gleich eine Frage beantworten es wurde nicht mit der Ki erzeugt. Es waren drei Stunden harte Arbeit! Eine Version in spanischer Sprache erhalten Sie auf Anfrage über WhatsApp zugesendet. Sie können auch meinem WhatsApp Kanal beitreten.

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P. Claus Braun

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Donnerstag, 27. August 2026

Grüße aus San Antonio de Esmoruco

Ein Morgen im Altiplano

Aus San Antonio de Esmoruco, hoch oben im südlichen Altiplano, sende ich Euch herzliche Grüße.

Die Berge tragen noch ihr weißes Kleid, doch im Dorf selbst liegt heute ein stiller, klarer Morgen. Der Wind streicht über die Dächer aus Lehm und Wellblech, als wolle er die Nacht aus den Gassen fegen.


Im Hauptberuf bin ich der Padre hi

Hier oben ist jeder Tag ein kleines Wunder. Die Sonne steigt langsam über die schneebedeckten Hänge, und mit ihr erwacht das Leben: die Lamas, die sich dicht aneinander drängen, die Schafe, die geduldig auf die ersten Halme warten, und die Menschen, die trotz der Kälte mit einem Lächeln in den Tag gehen.

San Antonio ist ein Ort, der lehrt, was es heißt, mit wenig viel zu schaffen. Ein Ort, der uns daran erinnert, wie wertvoll Gemeinschaft ist – und wie stark ein Gruß sein kann, der über Berge, Täler und Kontinente hinweg getragen wird.

Von hier aus, auf fast 4.000 Metern Höhe, grüße ich Euch alle:
Claus CP4BT

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P. Claus Braun
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Montag, 17. August 2026

Eisige Stille auf 4.000 Metern

Die Pfarrkirche von San Pablo de Lipez
Die Pfarrkirche von San Pablo de Lipez

Der Winter im bolivianischen Hochland

Wenn andernorts der Frühling Einzug hält, hüllt der Winter die südamerikanischen Anden von Juni bis August in eine faszinierende, eisige Stille. Die abgelegene Provinz Sur Lipez verwandelt sich in dieser Zeit in ein karges Meisterwerk aus Frost, Licht und Isolation.

Lamas am Wegesrand
Lamas am Wegesrand

Die Lamas haben es schwer Fressen zu finden.
Die Lamas haben es schwer Fressen zu finden.

Ein Land der extremen Kontraste

Wer die Region auf über 4.000 Metern Höhe besucht, erlebt Naturgewalten in ihrer reinsten Form. Das Leben hier ist geprägt von gewaltigen Temperaturschwankungen und einer landschaftlichen Ästhetik, die ihresgleichen sucht.

Auch der Hirte hat es schwer der Herde zu folgen
Auch der Hirte hat es schwer der Herde zu folgen

Eiskalte Nächte, strahlende Tage: 

Wenn die Sonne hinter den Vulkanen versinkt, fällt das Thermometer rasch auf eisige -15 bis -20 °C. Tagsüber übernimmt die intensiver werdende Andensonne das Regiment und erwärmt die Luft auf angenehme +15 °C.

Schwierige Verkehrswege auf über 4000 Meter
Schwierige Verkehrswege auf über 4000 Meter

Gleißende Eislandschaften: 

Neben gelegentlichem Schneefall überzieht vor allem dicker Reif die flachen Salzseen, spärlichen Gräser und farbenprächtigen Lagunen. Die Geysire und heißen Quellen dampfen majestätisch gegen die frostige Wüstenluft an.

Die Kommunen sind nun nur noch schlecht zu erreichen
Die Kommunen sind nun nur noch schlecht zu erreichen

Leben in absoluter Isolation: 

Landwirtschaft ist im ariden Hochland kaum möglich. Während sich die wenigen Einheimischen im Winter in die geschützten Täler zurückziehen, gehört die unendliche Weite fast ausschließlich der Natur.

Die Lamas grüßen vom Wegesrand
Die Lamas grüßen vom Wegesrand

Überlebenskünstler der Anden

Das Vikunja: Perfekt isoliert

Das feinste Fell der Welt: Die Wolle der Vikunjas gilt als die dichteste aller Säugetiere. Die mikroskopisch feinen Haare schließen winzige Luftpolster ein, die eine unüberwindbare Barriere gegen den Frost bilden.

Schutz vor der Sonne: Das Fell schützt die Tiere nicht nur vor der nächtlichen Kälte, sondern dient tagsüber auch als natürlicher Schild gegen die extrem hohe UV-Strahlung im Hochgebirge.

Der Flamingo: Das Wunder der Gefäßarchitektur

Integetrierte Heizung: Über das sogenannte Gegenstromprinzip kühlt das Blut in den dünnen Beinen nicht ab. Ausfließendes warmes Arterienblut gibt seine Wärme direkt an das zurückfließende kalte Venenblut ab. Ein Einfrieren im Eiswasser wird so verhindert.

Thermoregulation auf einem Bein: Indem Flamingos abwechselnd ein Bein im gefiederten Körper verstecken, halbieren sie den Wärmeverlust über die unbedeckten Extremitäten.

Trotz der Kälte: Selbst in eisbedeckten, hochmineralischen Salzseen finden Anden- und Chile-Flamingos dank ihres spezialisierten Stoffwechsels reichlich Nahrung.

Heizung ist in den Wohnungen ein Fremdwort
Heizung ist in den Wohnungen ein Fremdwort

Der Winter in Sur Lipez zeigt eindrucksvoll, wie stark und zugleich anpassungsfähig das Leben unter den extremsten Bedingungen unseres Planeten sein kann.

„Die Menschen hier begegnen den widrigen Bedingungen mit einer bemerkenswerten Gelassenheit. Man spricht über die Härten, aber Klagen hört man selten – das liegt wohl nicht im Blut der stolzen Inka-Nachfahren.“ 

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Sonntag, 26. Juli 2026

Patronatsfest San Santiago in Río Mojón Bolivien

Ein Tag voller Glauben, Tradition und Gemeinschaft an der Grenze zu Argentinien

Ein Tag voller Glauben, Tradition und Gemeinschaft an der Grenze zu Argentinien

Das Patronatsfest zu Ehren des Heiligen Santiago (San Santiago / Tata Santiago) ist jedes Jahr einer der absolut wichtigsten Höhepunkte im Leben unserer Region. In diesem Jahr durfte ich dieses besondere Fest in Río Mojón miterleben – meinem kleinen, beschaulichen Grenzort direkt an der Linie zu Argentinien.

Bunte Traditionen und tiefer Glaube Schon früh am Morgen lag eine spürbare Vorfreude in der Luft. Menschen aus der näheren Umgebung sowie Nachbarn von jenseits der Grenze kamen zusammen, um diesen Tag gemeinsam zu begehen.

Bunte Traditionen und tiefer Glaube

Schon früh am Morgen lag eine spürbare Vorfreude in der Luft. Menschen aus der näheren Umgebung sowie Nachbarn von jenseits der Grenze kamen zusammen, um diesen Tag gemeinsam zu begehen.

Messe und Prozession: 

Den Mittelpunkt der Feierlichkeiten bildete der Festgottesdienst. Anschließend zog die traditionelle Prozession mit dem Bildnis von San Santiago durch die Straßen. Dessen Figur wurde mit farbenfrohen Tüchern, Blumen und Musik begleitet.


Kultur und Begegnung:

Die Verbindung von tief verwurzeltem Glauben, traditioneller Musik und lokalen Tänzen verlieh dem Tag seine einmalige Atmosphäre.

Gemeinschaft ohne Grenzen:

An einem Ort wie Río Mojón zeigt sich bei solchen Anlässen immer wieder eindrucksvoll, wie wenig Grenzlinien bedeuten, wenn es um gemeinsame Wurzeln, Nachbarschaft und Kultur geht. Es wurde zusammen gebetet, gelacht, gegessen und gefeiert.


Ein Ort des Zusammenhalts

Für mich persönlich sind diese Tage in den kleinen Gemeinden immer wieder ein eindrückliches Erlebnis. Sie zeigen die tiefe Verbundenheit der Menschen mit ihren Traditionen und ihren Schutzpatronen.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die mit ihrer Arbeit, ihren Vorbereitungen und ihrer Gastfreundschaft dieses Patronatsfest in Río Mojón zu einem so stimmungsvollen und unvergesslichen Tag gemacht haben!

P. Claus Braun
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Freitag, 24. Juli 2026

Tag der Freundschaft

Warum Bolivien die Liebe und Verbundenheit gleich zweimal feiert 🎉

Freundschaften machen das Leben bunter, tragen uns durch schwere Zeiten und verdoppeln unsere Freude. Während der internationale Tag der Freundschaft Ende Juli weltweit bekannt ist, nimmt Bolivien diesen Anlass ganz besonders wichtig – und feiert die menschliche Verbundenheit einfach gleich mehrfach im Jahr!

Jedes Jahr am 23. Juli steht in Bolivien alles im Zeichen der Freundschaft. Der Día de la Amistad ist die perfekte Gelegenheit, um den Lieblingsmenschen danke zu sagen.

Der 23. Juli: Der offizielle Día de la Amistad

Jedes Jahr am 23. Juli steht in Bolivien alles im Zeichen der Freundschaft. Der Día de la Amistad ist die perfekte Gelegenheit, um den Lieblingsmenschen danke zu sagen.

Ob eine kleine Nachricht zwischendurch, ein gemeinsames Abendessen oder eine kleine Aufmerksamkeit – der Tag erinnert daran, wie wertvoll echte Wegbegleiter sind. In einer oft hektischen Welt ist dieser Tag eine Einladung, innezuhalten und die Menschen zu feiern, die immer für uns da sind.

Der 21. September: Frühling, Jugend und noch mehr Liebe 🌸

Wer glaubt, dass ein Tag im Jahr reicht, kennt Bolivien schlecht! Am 21. September wird es noch einmal richtig bunt. Mit dem Tag des Frühlingsanfangs auf der Südhalbkugel feiert das Land gleichzeitig:

Den Tag der Jugend

Den Tag der Schüler

Den Tag der Liebe und Freundschaft

An diesem Tag liegt Aufbruchsstimmung in der Luft. Parks und Straßen füllen sich, Freundschaften und romantische Beziehungen werden gefeiert und die Lebensfreude steht im Mittelpunkt.

Freundschaft kennt kein Datum

Egal ob am 23. Juli, am 21. September oder an einem ganz normalen Dienstag im November: Echte Freundschaft braucht eigentlich keinen Kalendereintrag – aber ein Anlass zum Feiern ist immer willkommen!

Nimm den heutigen Tag zum Anlass:

Schreib deinen engsten Freunden eine kurze Nachricht und sag ihnen einfach mal danke.

Alles Gute zum Tag der Freundschaft! Genieße den Tag und die wertvollen Begegnungen mit den Menschen, die dir am Herzen liegen. 🥂 


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Donnerstag, 16. Juli 2026

Mein Freund und Kollege Padre Casimiro

Padre Casimiro: CP4XB Pater der Anden und seine Stimme im Äther


Padre Casimiro CP4XB: Der fliegende Pater der Anden und seine Stimme im Äther

Stell dir vor, du lebst auf über 4.000 Metern Höhe. Um dich herum nichts als karge Anden-Gipfel, eisiger Wind und Gemeinschaften, die tagelang von der nächsten größeren Stadt abgeschnitten sind. Keine Straßen, kein Internet, oft nicht einmal Strom.

In genau dieser Welt lebt und wirkt Padre Casimiro CP4XB (mit bürgerlichem Namen Kazimierz Strzępek SP5XB). Der polnische Ordensmann zog vor Jahrzehnten nach Bolivien, um den indigenen Gemeinschaften in einer der abgelegensten Regionen der Erde beizustehen. Unser neuestes Video nimmt dich mit auf eine Reise in eine Welt, in der Glaube auf echten Abenteuergeist trifft

Mehr als nur ein Seelsorger: Missionar, Überlebenskünstler, Funker

Wer glaubt, das Leben eines Missionars spiele sich nur in der Kirche ab, wird in unserem Video schnell eines Besseren belehrt. Padre Casimiro CP4XB ist für die Menschen in den bolivianischen Anden alles in einem: Seelsorger, Arzt, Berater und die einzige Verbindung zur Außenwelt.

Um die verstreuten Dörfer zu erreichen, nimmt er beschwerliche und oft gefährliche Reisen auf sich. Atemberaubende Aufnahmen: Erlebe die raue, wunderschöne, aber auch unbarmherzige Landschaft des bolivianischen Altiplano.

Echte Einblicke: Wir zeigen den Alltag eines Mannes, der Komfort gegen ein Leben im Dienst anderer eingetauscht hat.

Die Magie des Funks: Erfahre, wie Padre Casimiro CP4XB mit einfachsten Mitteln Signale um die Erde schickt und warum Amateurfunk in der Isolation der Berge über Leben und Tod entscheiden kann.

„Man ist hier oben dem Himmel ein Stück näher – in jeder Hinsicht.“ 

Dieses Porträt zeigt eindrucksvoll, was es bedeutet, seine Berufung im wahrsten Sinne des Wortes am Ende der Welt zu leben. Schaut euch das Video an und lasst euch von Casimiros unerschütterlichem Optimismus anstecken!

👉 Hier geht es direkt zum Video


Schreibt uns danach unbedingt in die Kommentare: Könntet ihr euch ein Leben in einer so extremen Isolation vorstellen?

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