Dienstag, 16. Januar 2018

San Pablo im Rallye DAKAR Fieber

Warten auf die Rallye DAKAR
Warten auf die Rallye DAKAR

Dann kamen die ersten Fahrzeuge an
Dann kamen die ersten Fahrzeuge an
Hier kommt ein Quad
Hier kommt ein Quad

Wir haben eigens am gestrigen Sonntag den Gottesdienst auf 8.00 Uhr vorverlegt, denn am Vormittag sollte die Rallye Dakar an unserem Dorf vorbeikommen. Schon Tage zuvor hatten sich eigens 40 Polizisten aus Cochabamba und Potosi eingefunden, um einen reibungslosen Ablauf der Rallye sicherzustellen. Mit allen Autoritäten des Dorfes hatten wir eine Vorbesprechung. Man glaubt gar nicht, was alles beachtet werden muss. Die Straßen wurden für den normalen Verkehr gesperrt. Umzäunungen vor dem Dorf wurden angebracht und unsere Bewohner wurden gebeten, auf die Lamas aufzupassen und auch die Hunde an die Leine zu nehmen, sodass sie nicht plötzlich auf die Rennstrecke kommen.

Gegen 9.30 Uhr machte ich mich mit unserem Dorfpolizisten auf einen vor dem Dorf liegenden Hügel auf den Weg, wo wir einen sagenhaften Blick auf das Dorf und Rennpiste für die Rallye hatten. Nach und nach fand sich das ganze Dorf an diesem Punkt ein. Wir hörten gegen zehn Uhr ein schweres ratterndes Geräusch und meinten, dass dies der Heli von den Rallye Organisatoren sei, aber dann stellten wir fest, dass es schon die ersten Rennfahrer auf ihren Motorrädern waren. Ich war etwa 15 Meter von der Rennpiste entfernt und konnte im dem Blog beigefügten Bild zumindest ein Foto des in Gelb gekleideten führenden Rennfahrers schießen, der in der Spitze der Gesamtwertung auch weit vorne liegt. Die ersten vier Rennfahrer hatten schon mächtig aufs Gaspedal gedrückt, aber die dann folgenden waren doch sichtlich langsamer und als gegen 18.00 Uhr endlich die letzten eintrudelten, meinte man schon, dass man da doch mithalten könnte. Aber auch sie wären uns weit voraus gewesen. Nach etwa 15 vorbeiziehenden Motorrädern kamen dann die Autos, die mächtig Staub aufwirbelten und dann kamen noch die Quads und eine relativ neue Kategorie hinzu. Ich beschreibe sie mal als kleinere Autos ohne Fenster, etwa eine Quad relativ geschlossen. Unsere Frauen vom Dorf verkauften gutes Mittagessen auf dem Berg, und alle waren angetan von der Rallye. Nach acht Stunden an der Piste machte ich mich gegen 18.00 Uhr wieder auf den Rückweg ins Dorf. Der Bürgermeister hat noch ein Bild von mir geschossen mit einem heranrasenden Rennwagen im Hintergrund, aber es war schon untergehende Sonne und das Bild fiel etwas dunkel aus.
Der heutige Montag, an dem die Renntruppe nach Salta in Argentinien kommen sollte musste wegen starken Regen im Norden Argentiniens abgeblasen werden.
Das waren bleibende Eindrücke gewesen und ich werde mich sicher viele Jahre an dieses Rennen erinnern. Hut ab vor den 500 Rallye Rennfahrern, die 14 Tage auf Tour sind. Meist 5 bis 7 Stunden Rennzeit am Tag durch Sonne, Sand, Schlamm, Höhe und Kälte. Dann kurz die Motoren überprüfen und das eine oder andere reparieren, Abendessen und schlafen in einem Militärcamp. Deshalb sagten auch viele Rennfahrer, die gar nicht an den Gewinn der Rallye dachten, das Wichtigste sei es, am Ziel anzukommen, denn immerhin fallen in so einem Rennen etwa die Hälfte der Fahrer aus.


P. Claus Braun
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Sonntag, 31. Dezember 2017

Ein frohes Neues Jahr 2018

Ein frohes Neues Jahr 2018 wünscht P. Claus Braun CP4BT
Ein frohes Neues Jahr 2018 wünscht P. Claus Braun CP4BT
Allen meinen Lesern wünsche ich ein frohes und friedvolles 2018. Bei uns im Hochland hat schon relativ früh der Regen eingesetzt, sodass meine Gedanken kurz vor Weihnachten einfach um die geplanten Besuchsfahrten kreisten. Besonders der Dienst in der Nacht am 24. Dezember war etwas gewagt, da ich über einen fast 5.000 Meter hohen Pass fahren musste, aber es klappte alles. Wir hatten recht gute Beteiligung. Für den Weihnachtstag spendierte ich für ein abgelegenes Dorf Lamafleisch, sodass wir nach dem Gottesdienst auch einen guten Braten hatten. Das bekommen unsere Leute doch nur recht selten. Unsere chinesische Bergbaufirma sorgte für Spielsachen für die Kinder und Weihnachtsstollen für die Gemeindemitglieder. Die Soldaten vom Camp maskierten sich als Clowns und tanzten mit den Kindern an Weihnachten. Unsere Belegschaft vom Hospital sorgte für die Musik. Unsere Latinos haben ja immer Ideen.

Nun steht heute noch der abendliche Jahresschlussgottesdienst in einem Dorf an und morgen in Relave die Neujahrsmesse mit dem anschließenden Lammbraten für alle Bewohner. Dann haben wir’s geschafft. Immerhin habe ich es auch in diesem bald zu Ende gehenden Jahr trotz erschwerter Umstände, oft gab es kein Benzin, der Jeep machte Probleme und die Straßen waren sehr schlecht befahrbar, auf 138 Besuche mit Gottesdienst gebracht und sicher sind es noch etwa 30 Besuche mehr, wenn man nur die Besuche ohne Gottesdienste zählt, die nötig waren, um unseren Kapellenbau und andere Projekte voranzubringen.
Im Dorf ist es zurzeit recht ruhig, da Schulferien sind und viele Familien in die Städte ausgeflogen sind. Das ist aber auch mal angenehm.

P. Claus Braun
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Samstag, 9. Dezember 2017

Ökumenische Bauarbeiten

jetzt sind wir dabei, die Bögen hinter dem Altar anzufertigen
jetzt sind wir dabei, die Bögen hinter dem Altar anzufertigen
Noch vor der Winterpause konnten wir den Turm fertigstellen
Noch vor der Winterpause konnten wir den Turm fertigstellen

Komme gerade aus Relave zurück, wo wir seit einigen Tagen die Arbeiten am Bau der neuen Kapelle wieder aufgenommen haben. Der Rohbau steht schon länger. Noch vor der Winterpause konnten wir den Turm fertigstellen und jetzt sind wir dabei, die Bögen hinter dem Altar anzufertigen, wo die Heiligenfiguren ihren Platz haben werden.
Es handelt sich um ökumenische  Bauarbeiten, denn der Pastor der dort ansässigen Sekte, mit dem ich mich immer recht gut verstanden habe, ist der Baumeister und ein williger Katholik sein Helfer. Die Arbeiten haben sich ja so verzögert, weil der Katechet des Dorfes Gelder, die für den Bau bestimmt waren, veruntreute und ich daraufhin die Arbeiten einstellte. Aber man muss ja auch vergeben können und dies habe ich nun mit der Wiederaufnahme des Baus realisiert, auch wenn es mir schwergefallen ist. Allerdings darf nun der Katechet sich nicht mehr in die Arbeiten einmischen, hat also so etwas wie ein Kapellenverbot.


P. Claus Braun
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Vereinskollegen

Der neue Dekan von Bruchsal leidenschaftlicher Adler Mannheim Fan.

Der neue Dekan von Bruchsal leidenschaftlicher Adler Mannheim Fan.

P. Claus Braun
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Freitag, 8. Dezember 2017

Wirtschaftsbericht Schulspeisung

Wirtschaftsbericht
Wirtschaftsbericht

Am Ende des Schuljahres übergeben mir die Lehrer dann auch die Abrechnung für die eingekauften Lebensmittel vom Spendengeld, das ich ihnen übergeben konnte. Dazu ein beeindruckendes Dankesschreiben mit Unterschrift und Siegel der Amtsträger und wie zu sehen auch Bilder vom Mittagessen

Am Ende des Schuljahres übergeben mir die Lehrer dann auch die Abrechnung für die eingekauften Lebensmittel vom Spendengeld, das ich ihnen übergeben konnte. Dazu ein beeindruckendes Dankesschreiben mit Unterschrift und Siegel der Amtsträger und wie zu sehen auch Bilder vom Mittagessen


Für eine kleine Andenschule mit etwa 50 Schülerinnen und Schüler brauchen wir im Jahr etwa zweitausend Euros, um ein Mittagessen und ein Frühstück zubereiten zu können. Die Mütter der Schüler kochen das Jahr über reihum und spenden auch etwas Fleisch. Es sind alles sehr, sehr arme Familien.

Speisung der Schüler in Realve Bolivien
Speisung der Schüler in Realve Bolivien

Falls jemand mithelfen möchte, der einen oder anderen Schule eine Freude zu machen, kann an die auf der Webseite angegebene Bankverbindung überweisen. Im Voraus bedanken wir uns schon ganz herzlich für Eure Hilfen, die den Ärmsten der Armen zukommen oder um mit Papst Franziskus zu sprechen. Ihr helft denen, die ganz am Rande des Abgrunds zum Hunger stehen.

P. Claus Braun
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Für Spenden bitte das nachfolgende neue Spendenkonto:
Missionsgesellschaft vom Hl. Geist, Missionsprokur Knechtsteden,
Pax-Bank Köln Iban: DE29 3706 0193 0021 7330 32 BIC: GENODED1PAX mit dem Vermerk: Für P. Claus Braun in Bolivien.