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Mittwoch, 6. Mai 2026

Erinnerung an Werner Kautsch

Werner Kautsch war für viele Menschen in La Paz weit mehr als nur ein Geschäftsinhaber. Wer seine Ferretería [Eisenwarenhandlung] betrat, traf nicht einfach auf einen Händler, sondern auf einen Menschen, der stets Zeit für ein Gespräch hatte. Er war interessiert, aufmerksam und wusste über vieles Bescheid – über das Viertel, die Stadt und die Menschen, die darin lebten. 

Werner Kautsch war für viele Menschen in La Paz weit mehr als nur ein Geschäftsinhaber. Wer seine Ferretería [Eisenwarenhandlung] betrat, traf nicht einfach auf einen Händler, sondern auf einen Menschen, der stets Zeit für ein Gespräch hatte. Er war interessiert, aufmerksam und wusste über vieles Bescheid – über das Viertel, die Stadt und die Menschen, die darin lebten.

Man konnte sich auf einen kurzen Plausch einlassen, und oft wurde daraus ein längeres Gespräch. Dabei spürte man schnell: Hier stand jemand, der nicht nur gut vernetzt war, sondern auch echtes Interesse an seinem Gegenüber hatte. Seine offene Art machte ihn zu einer vertrauten Figur im Alltag vieler Menschen. 

Bis ins hohe Alter blieb er seinem Geschäft verbunden und persönlich präsent. Das allein sagt viel über ihn aus. Er war kein distanzierter Unternehmer, sondern jemand, der mitten im Leben stand – erreichbar, ansprechbar und bodenständig. 

Seine Verbundenheit zeigte sich auch in seinem Engagement rund um San Francisco. Dass sein Name auf einer Gedenktafel als Förderer genannt wird, ist Ausdruck der Wertschätzung, die ihm entgegengebracht wurde. Ebenso seine Rolle als Honorarkonsul Österreichs, das Vertrauen, Ansehen und Verantwortung widerspiegelt. 

Doch vielleicht liegt seine eigentliche Bedeutung nicht in Titeln oder Funktionen, sondern in den vielen kleinen Begegnungen: in Gesprächen, im Zuhören, im einfachen Dasein.
Werner Kautsch war einer von denen, die eine Stadt leise prägen – und die man nicht vergisst.

P. Claus Braun
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Mittwoch, 7. Januar 2026

Ein unvergesslicher Feiertag in Río Mojón

Weihnachten in einem Andendorf: Ein Fest voller Herzlichkeit und Traditionen

Weihnachten in den Anden ist ein Erlebnis, das sich tief ins Herz einprägt. Fernab von funkelnden Großstadtlichtern, Einkaufsstress und überladenen Schaufenstern, feierten wir das Fest der Liebe in der kleinen Gemeinde Río Mojón – einem Ort, an dem die Menschen noch im Einklang mit der Natur leben und Gemeinschaft einen besonderen Stellenwert hat.

Weihnachten in den Anden ist ein Erlebnis, das sich tief ins Herz einprägt. Fernab von funkelnden Großstadtlichtern, Einkaufsstress und überladenen Schaufenstern, feierten wir das Fest der Liebe in der kleinen Gemeinde Río Mojón – einem Ort, an dem die Menschen noch im Einklang mit der Natur leben und Gemeinschaft einen besonderen Stellenwert hat.

Am Morgen des 25. Dezembers lag eine feierliche Ruhe über dem Dorf. Die Sonne schien golden auf die einfachen Häuser, und aus der Ferne war schon das leise Glockenläuten der kleinen Kapelle zu hören. Die Bewohner*innen zogen ihre besten Kleider an und begaben sich gemeinsam zur Kirche, um den Festtagsgottesdienst zu feiern. Die schlichte Kapelle war festlich geschmückt mit bunten Tüchern, Blumen und handgemachten Sternen, die Kinder in den Wochen zuvor gebastelt hatten. Die feierlichen Lieder erfüllten den Raum mit Hoffnung und Zusammenhalt – Momente, die Gänsehaut bereiteten.

Am Morgen des 25. Dezembers lag eine feierliche Ruhe über dem Dorf. Die Sonne schien golden auf die einfachen Häuser, und aus der Ferne war schon das leise Glockenläuten der kleinen Kapelle zu hören. Die Bewohner*innen zogen ihre besten Kleider an und begaben sich gemeinsam zur Kirche, um den Festtagsgottesdienst zu feiern. Die schlichte Kapelle war festlich geschmückt mit bunten Tüchern, Blumen und handgemachten Sternen, die Kinder in den Wochen zuvor gebastelt hatten. Die feierlichen Lieder erfüllten den Raum mit Hoffnung und Zusammenhalt – Momente, die Gänsehaut bereiteten.

Nach dem Gottesdienst verlagerte sich das Geschehen in den Hof des lokalen Gesundheitspostens. Unter freiem Himmel wurde das Feuer für das traditionelle Grillfest entfacht. Während die Frauen Salate und Maisfladen zubereiteten, kümmerten sich einige Männer liebevoll um das Grillgut – es war wichtig, dass das Fleisch über dem offenen Feuer saftig und aromatisch blieb. Der Duft von gegrilltem Fleisch, frischen Kräutern und Holzkohle zog durch das Dorf und ließ allen das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Nach dem Gottesdienst verlagerte sich das Geschehen in den Hof des lokalen Gesundheitspostens. Unter freiem Himmel wurde das Feuer für das traditionelle Grillfest entfacht. Während die Frauen Salate und Maisfladen zubereiteten, kümmerten sich einige Männer liebevoll um das Grillgut – es war wichtig, dass das Fleisch über dem offenen Feuer saftig und aromatisch blieb. Der Duft von gegrilltem Fleisch, frischen Kräutern und Holzkohle zog durch das Dorf und ließ allen das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Der lange Tisch unter dem Schatten eines alten Baumes wurde zum Mittelpunkt. Alt und Jung kamen zusammen, lachten, tauschten Neuigkeiten aus und genossen das Festmahl. Es wurde viel erzählt, gescherzt und gesungen – die Musik kam aus einem kleinen Lautsprecher, aber das Lachen der Kinder und die Stimmen der Gemeinschaft waren die schönsten Klänge des Tages.

Der lange Tisch unter dem Schatten eines alten Baumes wurde zum Mittelpunkt. Alt und Jung kamen zusammen, lachten, tauschten Neuigkeiten aus und genossen das Festmahl. Es wurde viel erzählt, gescherzt und gesungen – die Musik kam aus einem kleinen Lautsprecher, aber das Lachen der Kinder und die Stimmen der Gemeinschaft waren die schönsten Klänge des Tages.

Besonders freuten sich die Kinder auf den Nachtisch: Panetones, die in Südamerika zu Weihnachten einfach dazu gehören. Diese luftigen Rührkuchen mit kandierten Früchten sind ein Symbol für Festlichkeit und Großzügigkeit. Ich hatte einige davon mitgebracht, und das Leuchten in den Augen der Kinder, als die Kuchen verteilt wurden, war unbezahlbar. Im Nu waren die Teller geleert, und die Kleinen stürmten wieder hinaus, um im Hof Fangen zu spielen und sich im Kreis zu drehen.

Besonders freuten sich die Kinder auf den Nachtisch: Panetones, die in Südamerika zu Weihnachten einfach dazu gehören. Diese luftigen Rührkuchen mit kandierten Früchten sind ein Symbol für Festlichkeit und Großzügigkeit. Ich hatte einige davon mitgebracht, und das Leuchten in den Augen der Kinder, als die Kuchen verteilt wurden, war unbezahlbar. Im Nu waren die Teller geleert, und die Kleinen stürmten wieder hinaus, um im Hof Fangen zu spielen und sich im Kreis zu drehen.

Die Erwachsenen nutzten die Gelegenheit, um sich auszutauschen, Erinnerungen zu teilen und Pläne für das kommende Jahr zu schmieden. Es war ein Tag der Gemeinschaft – niemand war allein, alle gehörten dazu. Die Wärme der Menschen, das einfache, ehrliche Essen und die festliche Stimmung ließen den Geist der Weihnacht lebendig werden.

Als am späten Nachmittag die Sonne langsam hinter den Bergen verschwand, klang das Fest nach und nach aus. Die letzten Gäste verabschiedeten sich herzlich, und es blieb das Gefühl, einen wirklich besonderen Tag erlebt zu haben. Weihnachten in Río Mojón – das ist weniger Prunk, aber dafür umso mehr Herz, echte Begegnungen und unvergessliche Augenblicke. In solchen Momenten spürt man, was das Fest wirklich bedeutet: Freude, Gemeinschaft und das Teilen kleiner Glücksmomente. 

P. Claus Braun
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