Freitag, 9. August 2013

Zurück vom Außeneinsatz

Komme soeben von zwei Bergdörfern zurück. Hatten ausgezeichneten Besuch bei den Gottesdiensten. In Sta. Isabel mussten wir in einen Saal ausweichen, da in der Regenzeit das Dach der Kirche eingestürzt war. Die Bergbaufirma will ein neues Dach setzen lassen. Hoffentlich noch vor dem Pfarrfest dort. Die Strasse war einigermaßen befahrbar.
Gläubige errichten vor dem Altar mit viel Hingabe den mit schwarzen Tüchern versehenen Altar für die "almas" (die Verstorbenen) und zünden Kerzen an.
Gläubige errichten vor dem Altar mit viel Hingabe den mit schwarzen Tüchern versehenen Altar für die "almas" (die Verstorbenen) und zünden Kerzen an.
Der Gottesdienst war gut besucht
Der Gottesdienst war gut besucht
Von dort ging’s nach Cerro Colorado weiter. Etwa eine gute Stunde Fahrt. Zum Glück begleitete mich der Dorfschullehrer, ein sehr guter Christ, der mir immer wieder zur Seite steht. Über sandige Abfahrtspisten gelangten wir zum Bergdorf. War gar nicht so sicher, ob wir überhaupt ankommen werden, denn die Piste war nur notdürftig nach der Regenzeit hergerichtet worden. Die Freude war mir, dem Lehrer und dem Bergvolk anzusehen, als wir glücklich landeten.  An die 40 Teilnehmer. Etwa 15 kleinere Schülerinnen und Schüler im Saal versammelt. Wir sprachen über den Marsch der Hebräer aus Ägypten und das Murren, weil sie kein Brot und Wasser in der Wüste hatten. Zur Katechese diente mir meine kleine bebilderte Bibel. Wir erarbeiteten, dass uns Jahwe nie im Stich lässt, gerade dann, wenn man meint, kein Licht mehr zu sehen. Das Manna fiel vom Himmel und aus einem Felsen ließ der Herr Wasser strömen. Ähnliches entdeckten wir im NT bei der wunderbaren  Brotvermehrung. 5.000 Männer hörten stundenlang dem Herrn zu. Er lässt sie nicht hungrig ziehen, sondern vermehrt das die Brote. Wir entdecken, dass auf Gott hören und für IHN da zusein immer etwas Lohneswertes ist, denn er beschenket seine Söhne und Töchter.
Auch viele Kinder waren zum Gottesdienst gekommen
Auch viele Kinder waren zum Gottesdienst gekommen
Zu Hause auf der Missionsstation helfen mir der Dorflehrer und der hiesige Schuldirektor beim Abfüllen des Benzins aus dem Fass. Es sind die letzten Liter, die ich habe und noch stehen  bei der Desobriga etwa sechs Besuche in diversen Bergdörfern an. Benzin an einer Tankstelle wie früher in Fässern einzukaufen, ist nicht mehr erlaubt. Da der Treibstoff subventioniert ist - ein Liter Benzin kostet derzeit 0,40 Euros-, wird nur noch pro Tag eine Tankfüllung abgegeben. Elektronisch wird das Fahrzeug bei der Einfahrt zur Tankstelle erfasst und alle Daten erscheinen auf dem PC. Nun, da wir ja einen Dienst für den HERRN tun, vertraue ich darauf, dass ER uns immer wieder zu dem wertvollen Treibstoff verhilft.

P. Claus Braun CP4BT
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