Mittwoch, 7. Januar 2026

Ein unvergesslicher Feiertag in Río Mojón

Weihnachten in einem Andendorf: Ein Fest voller Herzlichkeit und Traditionen

Weihnachten in den Anden ist ein Erlebnis, das sich tief ins Herz einprägt. Fernab von funkelnden Großstadtlichtern, Einkaufsstress und überladenen Schaufenstern, feierten wir das Fest der Liebe in der kleinen Gemeinde Río Mojón – einem Ort, an dem die Menschen noch im Einklang mit der Natur leben und Gemeinschaft einen besonderen Stellenwert hat.

Weihnachten in den Anden ist ein Erlebnis, das sich tief ins Herz einprägt. Fernab von funkelnden Großstadtlichtern, Einkaufsstress und überladenen Schaufenstern, feierten wir das Fest der Liebe in der kleinen Gemeinde Río Mojón – einem Ort, an dem die Menschen noch im Einklang mit der Natur leben und Gemeinschaft einen besonderen Stellenwert hat.

Am Morgen des 25. Dezembers lag eine feierliche Ruhe über dem Dorf. Die Sonne schien golden auf die einfachen Häuser, und aus der Ferne war schon das leise Glockenläuten der kleinen Kapelle zu hören. Die Bewohner*innen zogen ihre besten Kleider an und begaben sich gemeinsam zur Kirche, um den Festtagsgottesdienst zu feiern. Die schlichte Kapelle war festlich geschmückt mit bunten Tüchern, Blumen und handgemachten Sternen, die Kinder in den Wochen zuvor gebastelt hatten. Die feierlichen Lieder erfüllten den Raum mit Hoffnung und Zusammenhalt – Momente, die Gänsehaut bereiteten.

Am Morgen des 25. Dezembers lag eine feierliche Ruhe über dem Dorf. Die Sonne schien golden auf die einfachen Häuser, und aus der Ferne war schon das leise Glockenläuten der kleinen Kapelle zu hören. Die Bewohner*innen zogen ihre besten Kleider an und begaben sich gemeinsam zur Kirche, um den Festtagsgottesdienst zu feiern. Die schlichte Kapelle war festlich geschmückt mit bunten Tüchern, Blumen und handgemachten Sternen, die Kinder in den Wochen zuvor gebastelt hatten. Die feierlichen Lieder erfüllten den Raum mit Hoffnung und Zusammenhalt – Momente, die Gänsehaut bereiteten.

Nach dem Gottesdienst verlagerte sich das Geschehen in den Hof des lokalen Gesundheitspostens. Unter freiem Himmel wurde das Feuer für das traditionelle Grillfest entfacht. Während die Frauen Salate und Maisfladen zubereiteten, kümmerten sich einige Männer liebevoll um das Grillgut – es war wichtig, dass das Fleisch über dem offenen Feuer saftig und aromatisch blieb. Der Duft von gegrilltem Fleisch, frischen Kräutern und Holzkohle zog durch das Dorf und ließ allen das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Nach dem Gottesdienst verlagerte sich das Geschehen in den Hof des lokalen Gesundheitspostens. Unter freiem Himmel wurde das Feuer für das traditionelle Grillfest entfacht. Während die Frauen Salate und Maisfladen zubereiteten, kümmerten sich einige Männer liebevoll um das Grillgut – es war wichtig, dass das Fleisch über dem offenen Feuer saftig und aromatisch blieb. Der Duft von gegrilltem Fleisch, frischen Kräutern und Holzkohle zog durch das Dorf und ließ allen das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Der lange Tisch unter dem Schatten eines alten Baumes wurde zum Mittelpunkt. Alt und Jung kamen zusammen, lachten, tauschten Neuigkeiten aus und genossen das Festmahl. Es wurde viel erzählt, gescherzt und gesungen – die Musik kam aus einem kleinen Lautsprecher, aber das Lachen der Kinder und die Stimmen der Gemeinschaft waren die schönsten Klänge des Tages.

Der lange Tisch unter dem Schatten eines alten Baumes wurde zum Mittelpunkt. Alt und Jung kamen zusammen, lachten, tauschten Neuigkeiten aus und genossen das Festmahl. Es wurde viel erzählt, gescherzt und gesungen – die Musik kam aus einem kleinen Lautsprecher, aber das Lachen der Kinder und die Stimmen der Gemeinschaft waren die schönsten Klänge des Tages.

Besonders freuten sich die Kinder auf den Nachtisch: Panetones, die in Südamerika zu Weihnachten einfach dazu gehören. Diese luftigen Rührkuchen mit kandierten Früchten sind ein Symbol für Festlichkeit und Großzügigkeit. Ich hatte einige davon mitgebracht, und das Leuchten in den Augen der Kinder, als die Kuchen verteilt wurden, war unbezahlbar. Im Nu waren die Teller geleert, und die Kleinen stürmten wieder hinaus, um im Hof Fangen zu spielen und sich im Kreis zu drehen.

Besonders freuten sich die Kinder auf den Nachtisch: Panetones, die in Südamerika zu Weihnachten einfach dazu gehören. Diese luftigen Rührkuchen mit kandierten Früchten sind ein Symbol für Festlichkeit und Großzügigkeit. Ich hatte einige davon mitgebracht, und das Leuchten in den Augen der Kinder, als die Kuchen verteilt wurden, war unbezahlbar. Im Nu waren die Teller geleert, und die Kleinen stürmten wieder hinaus, um im Hof Fangen zu spielen und sich im Kreis zu drehen.

Die Erwachsenen nutzten die Gelegenheit, um sich auszutauschen, Erinnerungen zu teilen und Pläne für das kommende Jahr zu schmieden. Es war ein Tag der Gemeinschaft – niemand war allein, alle gehörten dazu. Die Wärme der Menschen, das einfache, ehrliche Essen und die festliche Stimmung ließen den Geist der Weihnacht lebendig werden.

Als am späten Nachmittag die Sonne langsam hinter den Bergen verschwand, klang das Fest nach und nach aus. Die letzten Gäste verabschiedeten sich herzlich, und es blieb das Gefühl, einen wirklich besonderen Tag erlebt zu haben. Weihnachten in Río Mojón – das ist weniger Prunk, aber dafür umso mehr Herz, echte Begegnungen und unvergessliche Augenblicke. In solchen Momenten spürt man, was das Fest wirklich bedeutet: Freude, Gemeinschaft und das Teilen kleiner Glücksmomente. 

P. Claus Braun
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Mittwoch, 24. Dezember 2025

Frohe Weihnachten


Frohe Weihnachten aus San Antonio de Esmoruco Bolivien

In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen. Dies geschah zum ersten Mal; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. 

Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. 

Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. 

In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat der Engel des Herrn zu ihnen und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr, der Engel aber sagte zu ihnen: 

Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.

 Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach:
Verherrlicht ist Gott in der Höhe und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.

[Das Video läuft auf der Plattform eines Freundes in Macha Bolivien.]

P. Claus Braun
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Warten auf Weihnachten

Warten auf Weihnachten in San Antonio de Esmoruco
Festliche Vorbereitungen, leuchtende Kinderaugen und ein Dorf im Weihnachtszauber. Wenn der Dezember langsam sein Ende findet und die Nächte immer milder und nasser werden, steigt in den Bergen Boliviens eine ganz besondere Vorfreude: Das Weihnachtsfest steht bevor. In San Antonio de Esmoruco, einem kleinen, lebendigen Dorf hoch in den Anden, ist das Warten auf Weihnachten ein Ereignis, das die Gemeinschaft enger zusammenschweißt und die Herzen erwärmt. Schon Wochen vorher spürt man, wie die festliche Stimmung das Dorf durchzieht–und jeder Tag bringt neue Aktivitäten und Vorbereitungen mit sich.

Warten auf Weihnachten in San Antonio de Esmoruco Festliche Vorbereitungen, leuchtende Kinderaugen und ein Dorf im Weihnachtszauber. Wenn der Dezember langsam sein Ende findet und die Nächte immer kälter und klarer werden, steigt in den Bergen Boliviens eine ganz besondere Vorfreude: Das Weihnachtsfest steht bevor. In San Antonio de Esmoruco, einem kleinen, lebendigen Dorf hoch in den Anden, ist das Warten auf Weihnachten ein Ereignis, das die Gemeinschaft enger zusammenschweißt und die Herzen erwärmt. Schon Wochen vorher spürt man, wie die festliche Stimmung das Dorf durchzieht–und jeder Tag bringt neue Aktivitäten und Vorbereitungen mit sich.

Vorbereitungen im Dorf: Sternenglanz
Es ist Tradition, dass einige Tage vor Heiligabend der große Stern auf dem Kirchturm angebracht wird. Schon am frühen Morgen versammeln sich die Dorfbewohner auf dem kleinen Platz vor der Kirche. Die Kinder laufen aufgeregt umher, stellen Fragen und dürfen manchmal sogar beim Tragen helfen. Das Anbringen des neuen Sterns ist jedes Jahr aufs Neue eine Herausforderung: Der Turm ist hoch, der Wind pfeift scharf, und der Stern muss sicher befestigt werden. Doch gemeinsam, mit vereinten Kräften und viel Lachen, gelingt es schließlich immer – und wenn der Stern dann endlich im Licht der Abendsonne erstrahlt, ist die Erleichterung groß. Ein Moment, in dem der Stolz und die Freude aller spürbar werden.

Vorbereitungen im Dorf: Sternenglanz Es ist Tradition, dass einige Tage vor Heiligabend der große Stern auf dem Kirchturm angebracht wird. Schon am frühen Morgen versammeln sich die Dorfbewohner auf dem kleinen Platz vor der Kirche. Die Kinder laufen aufgeregt umher, stellen Fragen und dürfen manchmal sogar beim Tragen helfen. Das Anbringen des neuen Sterns ist jedes Jahr aufs Neue eine Herausforderung: Der Turm ist hoch, der Wind pfeift scharf, und der Stern muss sicher befestigt werden. Doch gemeinsam, mit vereinten Kräften und viel Lachen, gelingt es schließlich immer – und wenn der Stern dann endlich im Licht der Abendsonne erstrahlt, ist die Erleichterung groß. Ein Moment, in dem der Stolz und die Freude aller spürbar werden.

Parallel dazu wird in der Kirche die Krippe vorbereitet. Sorgfältig werden Figuren entstaubt, das Stroh zurechtgelegt und kleine Details ergänzt. Für viele Dorfbewohner, besonders die älteren, gehört dies zu den bewegendsten Aufgaben der Weihnachtszeit. Die Kinder beobachten neugierig, wie das Jesuskind erst am Abend des 24. Dezember seinen Platz findet – ein Brauch, der die Erwartung noch steigert. Wenn dann alles fertig ist und Maria, Josef und die Tiere ihre Plätze eingenommen haben, spürt man eine tiefe Zufriedenheit und ein Gefühl von Ankommen. Die Krippe wird zum Mittelpunkt für Gebete, Lieder und das Miteinander.

Parallel dazu wird in der Kirche die Krippe vorbereitet. Sorgfältig werden Figuren entstaubt, das Stroh zurechtgelegt und kleine Details ergänzt. Für viele Dorfbewohner, besonders die älteren, gehört dies zu den bewegendsten Aufgaben der Weihnachtszeit. Die Kinder beobachten neugierig, wie das Jesuskind erst am Abend des 24. Dezember seinen Platz findet – ein Brauch, der die Erwartung noch steigert. Wenn dann alles fertig ist und Maria, Josef und die Tiere ihre Plätze eingenommen haben, spürt man eine tiefe Zufriedenheit und ein Gefühl von Ankommen. Die Krippe wird zum Mittelpunkt für Gebete, Lieder und das Miteinander.

Auch der Weihnachtsbaum darf nicht fehlen. In San Antonio ist es meist eine prächtige Anden-Kiefer, die gemeinsam aus dem Lager geholt wird [ist leider aus Plastik]. Groß und Klein bringen selbstgebastelten Schmuck, bunte Bänder, glänzende Kugeln und manchmal sogar handbemalte Figuren. Das Schmücken des Baumes ist ein rauschendes Fest für sich, begleitet von Lachen, Geschichten und dem Duft von Zimt und Kakao, der durch die Gassen zieht.

Auch der Weihnachtsbaum darf nicht fehlen. In San Antonio ist es meist eine prächtige Anden-Kiefer, die gemeinsam aus dem Umland geholt wird. Groß und Klein bringen selbstgebastelten Schmuck, bunte Bänder, glänzende Kugeln und manchmal sogar handbemalte Figuren. Das Schmücken des Baumes ist ein rauschendes Fest für sich, begleitet von Lachen, Geschichten und dem Duft von Zimt und Kakao, der durch die Gassen zieht.

Auch der Weihnachtsbaum darf nicht fehlen. In San Antonio ist es meist eine prächtige Anden-Kiefer, die gemeinsam aus dem Lager geholt wird [leider ist sie aus Plastik]. Groß und Klein bringen selbstgebastelten Schmuck, bunte Bänder, glänzende Kugeln und manchmal sogar handbemalte Figuren. Das Schmücken des Baumes ist ein rauschendes Fest für sich, begleitet von Lachen, Geschichten und dem Duft von Zimt und Kakao, der durch die Gassen zieht.

Auch der Weihnachtsbaum darf nicht fehlen. In San Antonio ist es meist eine prächtige Anden-Kiefer, die gemeinsam aus dem Umland geholt wird. Groß und Klein bringen selbstgebastelten Schmuck, bunte Bänder, glänzende Kugeln und manchmal sogar handbemalte Figuren. Das Schmücken des Baumes ist ein rauschendes Fest für sich, begleitet von Lachen, Geschichten und dem Duft von Zimt und Kakao, der durch die Gassen zieht.

Die besondere Bedeutung für Kinder und Gemeinschaft
Für die Kinder von San Antonio de Esmoruco ist Weihnachten das Highlight des Jahres. Sie fiebern auf das Fest hin, proben Lieder und kleine Theaterstücke für die Heilige Messe und helfen, wo sie können. Ihr Leuchten in den Augen, wenn der Baum zum ersten Mal funkelt oder die Krippe fertig ist, steckt alle an. Aber auch für die Erwachsenen hat das Fest eine tiefe Bedeutung: Es bringt die Dorfgemeinschaft näher zusammen, lässt Sorgen des Alltags für einen Moment in den Hintergrund treten und stärkt das Gefühl, gemeinsam etwas Besonderes zu erleben.

Die besondere Bedeutung für Kinder und Gemeinschaft Für die Kinder von San Antonio de Esmoruco ist Weihnachten das Highlight des Jahres. Sie fiebern auf das Fest hin, proben Lieder und kleine Theaterstücke für die Heilige Messe und helfen, wo sie können. Ihr Leuchten in den Augen, wenn der Baum zum ersten Mal funkelt oder die Krippe fertig ist, steckt alle an. Aber auch für die Erwachsenen hat das Fest eine tiefe Bedeutung: Es bringt die Dorfgemeinschaft näher zusammen, lässt Sorgen des Alltags für einen Moment in den Hintergrund treten und stärkt das Gefühl, gemeinsam etwas Besonderes zu erleben.

Die Herausforderung mit dem neuen Stern
Dieses Jahr gab es eine besondere Herausforderung: Der neue Stern war größer und schwerer als in den Jahren zuvor. Schon beim ersten Versuch rutschte er fast aus den Händen, und alle hielten kurz die Luft an. Doch am Ende war es die Zusammenarbeit vieler Hände – junge und alte, erfahrene und neugierige –, die den Stern sicher an seinen Platz brachte. Als er dann endlich oben leuchtete, war die Erleichterung spürbar, ein kollektiver Seufzer ging durch die Menge, und es wurde herzlich gelacht und gefeiert.

Das Aufstellen der Krippe und festliche Stimmung
Das Aufstellen der Krippe ist jedes Jahr ein Augenblick großer Andacht und Freude. Wenn die letzte Figur ihren Platz gefunden hat, strahlt die Kirche in warmem Licht. Die Gemeinde versammelt sich, manchmal wird gemeinsam gesungen – einfache Lieder, die von Hoffnung und Dankbarkeit erzählen. In diesen Momenten wird spürbar, wie sehr Weihnachten in San Antonio de Esmoruco mehr ist als ein Fest: Es ist ein Band, das alle verbindet, eine Quelle der Kraft und Zuversicht.

Ein festlicher Weihnachtsgruß aus den Anden
So klingt das Warten auf Weihnachten in San Antonio de Esmoruco: erfüllt von Vorfreude, geprägt von Gemeinschaft und getragen von kleinen und großen Wundern. Möge der Zauber dieses Festes auch Ihr Herz erreichen, wo immer Sie gerade sind. Frohe Weihnachten und ein gesegnetes, friedvolles Fest wünscht die Dorfgemeinschaft von San Antonio de Esmoruco – und möge der Stern über Ihrem Weihnachtsweg besonders hell leuchten!

P. Claus Braun
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