Sonntag, 2. Februar 2014

Fest der Darstellung des Herrn

Auf dem Dorfplatz fand ich am Morgen noch zwei Bürger des Dorfes, wo ich heute am Fest der Darstellung des Herrn meinen Dienst hatte. So hatte ich also zwei Begleiter für meine Fahrt in meinem Jeep. Die Straße war  noch recht gut befahrbar, obwohl es die letzten Tage stark regnete. Doch dann kam der Fluss, der sich vor dem Dorf entlang schlängelte. Brücken sind ja bei uns eher die Ausnahme. Wir fuhren in den Fluss, der nicht einmal so besorgniserregend viel Wasser führte. Nach wenigen Metern sackte der Wagen aber ab, und zu allem Unglück gab der Motor noch seinen Geist auf. Meine beiden Begleiter öffneten vorsichtig die Türe. "Da ist nichts mehr zu machen", meinten sie und schon krempelten sie sich die Hose hoch und stiegen in die Fluten. Ich versuchte den Motor noch einmal anzulassen, aber vergeblich. So hatte das Anschieben nicht viel wert. Zum guten Glücke sahen sie uns vom Dorf aus. Männer und Kinder kamen gesprungen. Doch die Baufirma im Dorf hatte sofort reagiert und kam mit ihrem Jeep angefahren.  Ein starkes Abschleppseil brachte man auch mit. Einige Männer machten sich im Fluss zu schaffen, um das Abschleppseil anzubringen. Dann fuhr der Jeep der Firma langsam an, damit sich das Seil zu meinem Wagen spannen konnte. Und siehe an, leichter als erwartet zogen sie meinen Jeep aus dem Fluss auf eine kleine Sandinsel im Fluss. Wir unterhielten uns etwas, plauderten über das und jenes. Dann war mein Wagen wieder etwas abgetrocknet, und der Motor sprang auch an. Den letzten Teil des Flusses nahm mein Jeep relativ leicht.

Wichtig war mir, dass ich zum Dorf gekommen bin und die heutige Festmesse feiern konnte. Mir ging aber auch während der Messe immer wieder die Rückfahrt durch den Kopf. Noch einmal den Fluss nehmen, hoffentlich geht das gut.

Die Katechese am heutigen Fest "Maria Lichtmess" ging um das Licht, das Christus für uns ist und der uns den Weg immer ausleuchtet. Meine beiden Katecheten legten das sehr anschaulich dar. Ich selbst dachte auch sehr praktisch und hoffte, dass mir der HERR auch den Weg durch den Fluss weisen würde. Und in der Tat, die Rückfahrt klappte sehr gut, zumal zwei Bürger barfuß den Fluss vor mir durchwateten, um mir anzuzeigen, wo ich nicht ganz so tiefes Wasser vorfinden würde.

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P. Claus Braun 
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