Sonntag, 19. Oktober 2014

Weniger sonntägliche Arbeit

Nach dem heutigen Sonntagsgottesdienst, in dem wir über die Verpflichtungen der Bürger sprachen entsprechend dem Evangelium, dass dem Cäsar Steuern zu zahlen sind und einem sich anschließenden schmackhaften Mittagessen erfuhr ich, dass Benzin im Dorf eingetroffen sei. Und in der Tat hatte ein Bürger etwa 160 Liter zum Verkauf angeboten. Das Benzin war in seiner Hütte in Plastikkanistern gelagert. Daneben stand die Türe zum Schlafzimmer auf! Zunächst füllten wir in meine beiden Plastikkanister ab, dann wurde der Tank des Jeeps aufgefüllt und mit dem guten Verkäufer gings dann in mein Deposito, wo wir nochmals Benzin in eines meiner Fässer abfüllen konnten. So habe ich nun einen guten Vorrat und konnte auch gleich sieben Besuche in den Andendörfern planen, wo die Leute auf die Hl. Messe anlässlich des sich nahenden Allerheilgen - u. Allerseelentages warten. 

Ihr wisst ja, dass in Bolivien auf Grund des sehr billigen Benzin - ein Liter kostet etwa 0,40 Euro-, was  sehr viele zum Schmuggel in die Nachbarländer verleitet, wo das Benzin das Doppelte und Dreifache kostet, wir in unseren Breiten kein Benzin mehr wie früher in Fässern bekommen. Das ist sehr bedauerlich, denn wir wohnen ja 235 Kilometer von der nächsten Tankstelle entfernt.

P. Claus Braun
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